Seite:Grandison der Zweite 3.pdf/77

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Nicht wahr, wir waren gestern sehr vergnügt? Ich war es insonderheit, daß Sie den Spaß so wohl aufnahmen. Ha! Ha! Ich muß herzlich lachen, ein Glückwunsch in einer Pastete, das ist der lustigste Einfall, den man erdenken kann. Sie wurden über und über roth bei dem Fund, den Sie thaten. Ich merkte es, sobald Sie den Deckel aufhoben, ich vermuthete mir aber etwas ganz anders. Ich dachte der Major hätte den Spaß gemacht. Ihnen die Wahrheit zu gestehen, habe ich ganz und gar nichts davon gewußt, selbst meine Schwester nicht. Sie hat vermuthet, daß ihr Mann, um der Tafel ein besser Ansehen zu geben, die Pastete aus der Stadt hätte holen lassen. Ich bekümmere mich nicht um die Küche, und wurde nicht eher aufmerksam darauf, bis man Sie nöthigte vorzulegen. Sie sahe auch so ehrlich aus, daß ich ihr keine Schelmerei zutraute. Lampert hat doch manchmal einen Einfall, der werth ist, belacht zu werden. Der Mann macht gleichwohl seinen Vers, der nicht zu

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 3. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1762, Seite 75. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_3.pdf/77&oldid=- (Version vom 1.8.2018)