Seite:Grundriß einer historisch-geographischen Beschreibung der Grafschaft Henneberg Teil 2.pdf/35

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zu einer vacanten Stelle zu ernennen hat. Von den Einkünften erhebet Meiningen 2/3 Theile und Coburg 1/3 Theil.

 Das Amt Römhild hat in Ansehung seiner Fruchtbarkeit von der Natur viele Vorzüge empfangen, und es wird hier ein großer Überfluß an Getraide und Obst gebauet, welches in die benachbarten minder fruchtbaren Gegenden verführet wird. Gegen Osten erheben sich die 2 sogenannten Gleichberge, die schon in einer Urkunde vom Jahr 867 unter den Namen montes similes vorkommen.[1]

 Im Bezirk des Amtes Römhild liegen, ausser der Stadt, 14 Amts und 6 ritterschaftliche Dörfer, 2 Höfe und 8 Wüstungen.

1) Römhild (Rotmulti) eine mittelmäßige Stadt von 219 Wohnhäusern, war die ehemahlige Residenz der Grafen von Henneberg Aschach-Römhilder Linie. Das dasige Schloß wurde unter der Regierung Herzog Heinrichs zu Sachsen Römhild sehr erweitert und mit dem Namen Glücksburg beleget. Ein Theil derselben ist dem fürstlichen Beamten zur Wohnung eingeräumet. Im Jahr 1430 legte Graf Georg I von


  1. dipl. in Schannat. Trad. Fuld. p. 203.