Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/39

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Ganz richtig; nur abwechselnd halte ich mich hier auf.

Der Burgunder ist gut: aber es wird kalt.

So lassen Sie uns ins Zimmer gehen und dort die Flasche leeren.

Ein guter Vorschlag. – Ich kenne Sie nicht: dafür kennen Sie mich aber auch nicht. Wir wollen uns unsere Namen nicht abfragen; Namen sind zuweilen lästig. Ich trinke Burgunder, er kostet mich nichts, wir befinden uns wohl bei einander; und damit gut!

Er sagte dies alles mit gutmüthiger Herzlichkeit. Wir waren ins Zimmer getreten; als er sich setzte, schlug er den Ueberrock auseinander, und ich bemerkte mit Verwunderung, daß er unter demselben eine gestickte Weste mit langen Schößen, schwarz sammtne Beinkleider und einen ganz kleinen, silbernen Degen trug. Er knöpfte den Rock sorgfältig wieder zu.

Warum fragten Sie mich, ob ich ein Berliner sey? begann ich.

Weil ich in diesem Falle genöthigt gewesen wäre, Sie zu verlassen.

Das klingt räthselhaft.

Nicht im mindesten, so bald ich Ihnen sage, daß ich – nun, daß ich ein Komponist bin.

Noch immer errathe ich Sie nicht.