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Ist das Wirklichkeit? und zwischen

All’ den fabelhaften Gruppen,
Das Gedräng’ von tausend Fischen
Mit den schillernd bunten Schuppen!

Kleine, wunderschnelle Dinger,

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Wie sie spielen und sich necken,

Kürzer als mein kleiner Finger,
Die sich haschen und verstecken.

Wie sie schwimmen in den Buchten,
Und sich zeigen und sich winden

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Und dann plötzlich in den Schluchten

Wie durch Zauberei verschwinden.

Meine Finger tauch’ ich schäumend
In die leicht gekräusten Fluthen,
Und ich kühle damit träumend

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Meiner Schläfe wilde Gluthen.


Doch die Indianer lachen,
Denn dort winken frische Quellen
Und sie treiben unsern Nachen
Stärker nach den kühlen Stellen.

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Möchte fast dem Ruder wehren,

Das so schleunig uns zum Land schafft;
Doch die Indianer scheeren
Sich den Henker um die Landschaft.

In den Schatten der Guiaven

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Sind sie todesmüd’ gesunken,

Und die armen Teufel schlafen
Wie sie kaum sich satt getrunken.

Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Gerstäcker: Klänge aus den Tropen. A. H. Payne, Leipzig 1876, Seite 91. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Kl%C3%A4nge_aus_den_Tropen-Gerstaecker-1876.djvu/3&oldid=- (Version vom 1.8.2018)