Seite:Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg.djvu/12

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an Geheege, und gegen Westen an Uhsmannsdorf und Nieder-Horka. Das Terrain ist eben, nur nach dem Neißthale zu fällt es meist steil ab. Der Höhenboden ist sandig, doch ziemlich tragbar; der Auenboden ist bedeutend besser und fruchtbarer. Gebauet werden vorzüglich Roggen, Hafer und Kartoffeln; in der Aue auch Weizen und Oelfrüchte. Gerste, Haidekorn und Flachs baut man weniger. Wiesen sind nicht viele vorhanden, und daher wird der Futtermangel oft fühlbar. Im Jahre 1843 hat der Kammerherr Freiherr von Gerßdorff einige Wiesen am Mühlgraben zum Berieseln einrichten lassen. In der Haide herrscht auch der Sandboden vor, so daß man fast nur Kiefern, selten eine Fichte, Espe oder Birke antrifft.

Von dem ganzen Areal von Rothenburg besitzt das Dominium 1005 Morgen 66 QR. Feld, Wiesen und Forst.

Die Bürgerschaft hat 1043 Morgen 111 QR. Feld, 113 Morgen 66 QR. Wiesen, 112 Morgen 97 QR. Forst, 67 Morgen 139 QR. Hutung und 16 Morgen 152 QR. Gärten, zusammen 1354 Morgen 25 QR. Fläche.

Die Dominialgebäude bestehen aus einem Schlosse und mehrern Wirthschaftsgebäuden, welche fast sämmtlich massiv erbaut, mit Ziegeln gedeckt und seit 3 Jahren mit Blitzableitern versehen sind. Das Dominium zählt 35 männliche und 20 weibliche, zusammen 55 Bewohner, von denen 51 der evangelischen und 4 der römisch-katholischen Kirche angehören.

In der Stadt finden sich 2 Kirchen, eine Parochial- und eine Begräbnißkirche, 2 Pfarrhäuser, ein Schulhaus, ein landräthliches Amthaus, ein Gewandhaus, ein Brauhaus und