Seite:Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg.djvu/43

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So setzte dieser denn einen peinlichen Gerichtstag auf den 28. Januar 1612 an, wozu Caspar von Nostitz citirt wurde. Dieser ließ jedoch um Aufhebung des Gerichtstages bitten, weil er sich jener That nicht schuldig wisse, und sich mit den Klägern vergleichen wolle. Dies geschah denn auch unterm 8. Februar 1612, und Caspar von Nostitz versprach darin, nicht aus Recht, sondern aus freiem christlichen Willen, der Wittwe und den Erben 110 Thaler zu geben, womit diese zufrieden waren.

Balthasar Freiherr von Rechenberg, des Vorigen Sohn, erscheint seit 1616 als Besitzer von Rothenburg, und kauft Geheege, das seit 1512 eigene Herrschaften gehabt hatte, wieder dazu. Er soll sehr gelehrt gewesen sein.

Friedrich von Salza erscheint seit 1620 im Besitze Rothenburgs. Er war Hiobs von Salza auf Ebersbach und Großkrauscha zweiter Sohn. Da sein Vater im Testamente verordnete, daß der älteste Sohn, Hiob, die väterlichen Güter erhalten, die andern Brüder aber mit Gelde abgefunden werden sollten, so kaufte sich dieser zweite Sohn im Juli 1620 Rothenburg mit Geheege, verkaufte diese Güter aber 1651 an seinen Schwager

Samuel von Horn auf Pfaffendorf und Weisbach (in Schlesien?). Dieser machte sich um die Kirche sehr verdient, hielt Alles im baulichen Stande, und schenkte ein Kapital von 200 Thalern zum Thurmbau. An dem Altar der alten Kirche stand sein Name und Wappen nebst der Jahreszahl 1656, wo dieser Altar erbaut wurde.

Er starb am 2. Februar 1660. Ihm folgte im Besitze von Rothenburg mit Geheege sein Sohn