Seite:Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg.djvu/42

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„Dieweiln ehr nun solche that gestendig, ist ehr auf die gethane klage peinlich von vnserm Fronbotten angeklagt worden, darauf ihm nach Rechtlichen erkenntniß vom Scharfrichter von Görlitz aufm Markte der kopf abgeschlagen, vnd alsbalde in ein sarck geleget, mit der schul auf den kirchhoff geleitet vnd begraben worden.“

„Diese Zeit, Andreas Rehnitzsch, Burgermeister.
David Friedtlandt, Richter.
Adam Kotwitz, geschworne Schöppen.“
Gregor Balzer,
Caspar Güntter,
Thomas Wehlet,
Michael Jesche,
Peter Altmann,

Hartwig von Nostitz ging 1607 nach Neukirch, und verkaufte Rothenburg allein für 20,000 Rthlr. an

Melchior von Rechenberg auf Schlawe, Wartenberg, Leippe, Lodenau und Windischbora[a 1] bei Freystadt; doch hat er die Herrschaft Wartenberg, die er nach dem Testament seines 1610 verstorbenen Vetters Hanns Georg von Rechenberg bekommen sollte, nie erhalten. Er war kaiserlicher Rath, und muß noch in den letzten Jahren seines Lebens in den Freiherrnstand erhoben sein. – Zu seiner Zeit, am 27. Juli 1611, war am Jahrmarkte bei einem Tumult in der Stadtwache ein gewisser Christoph Pfeiffer durch einen tödtlichen Stich in die Seite so schwer verletzt, daß er alsbald daran starb. Seine Wittwe und Kinder gaben als Thäter den Caspar von Nostitz auf Ober-Sänitz an, und baten den Erbherrn Melchior von Rechenberg, daß er sich der Sache annehme.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Berichtigung S. 90: S. 32, Z. 12 v. u., lies: Windischbora.