Seite:Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg.djvu/50

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des Letztern Unterthanen von Biehain und Kaltwasser nach Horka zur Kirche gehn. Er vereinigte das seit 1512 als eigenes Gut bestehende Noes wieder mit Rothenburg, und kaufte es 1691 für 15,000 Thaler von Joachim Ernst von Nostitz. Den Flügel sammt dem Thurme am Schlosse hat er bauen lassen. Im Besitz dieser so wieder vereinigten Güter folgte 1698

Hanns Heinrich Graf von Hohberg II. auf Rhonstock in Schlesien, welcher dieselben 1710 wieder verkaufte an

Gottfried Schneider, Kauf- und Handelsherrn in Görlitz. Dieser ließ die Lehn der Güter in Erbe verwandeln, im Jahre 1711. Er legte, weil er seine Handlung beibehielt, die noch in Noes bestehende Bleiche an, auch eine Färberei neben der Mühle, und erbaute in Tormersdorf mehrere Häuser, die er mit Webern besetzte. Sein Tod erfolgte zu Rothenburg im Februar 1740. Es gelangte nun in Besitz der Güter sein Schwiegersohn

Caspar Christian Henrici, Rechtsconsulent und Protonotarius zu Budissin, der aber schon 1744 daselbst starb. Seine Wittwe, Frau Christiane Elisabeth geborne Schneider, blieb nebst ihren Kindern im Besitz der Güter, auch nachdem sie sich 1748 wieder mit dem Dr. med. Johann Gottlob Pannach – der mit den Gütern nicht belehnt wurde – verheirathet hatte. Auch dieser starb zu Budissin 1751. Der älteste Sohn erster Ehe Christian Gottfried Henrici übernahm das Gut Noes. Die verwittwete Frau Doctorin Pannach blieb im Besitz der übrigen bis 1764, wo sie dieselben an