Seite:Luebische Geschichten und Sagen.djvu/53

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Des dänischen Königs Reiterfahne hängt noch heutigen Tages zum Siegeszeichen und uralten Gedächtniß in der Marienkirche, nah am Chor unter dem Gewölbe zwischen zwei Pfeilern.


Herrn Alexander hätte es nach dem Siege wohl frei gestanden, für seine großen Dienste eine ehrliche Gabe von der Stadt zu begehren. Aber er suchte mehr die Wohlfahrt seiner Lands- und Hausleute, denn sein eignes Beste, und erbat sich nur schlechthin, daß die Märker hie zu Lübeck zollfrei sein möchten; welches ihnen auch gern bewilligt bis auf den heutigen Tag.


Herr Alexander liegt zu S. Marien im Chor an der Norderseite begraben an dem Orte, wo die große Messingtafel steht. Sein Name ist auf dem Stein zu lesen neben seinem Wappen, welches 3 Kronen und einen halben schwarzen Adler führt, da er vom Kaiser zum Ritter gemacht ist. Er ist 1291 gestorben.

Empfohlene Zitierweise:
Ernst Deecke: Lübische Geschichten und Sagen. Carl Boldemann, Lübeck 1852, Seite 47. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Luebische_Geschichten_und_Sagen.djvu/53&oldid=- (Version vom 1.8.2018)