Seite:MüllerKriegsbriefe.pdf/35

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Auch in Dornach haben zwei Bürgersleute bei der Kanonade ihren Tod gefunden. Hier, wie übrigens überall, wo sie eindrangen, haben die Franzosen die Briefkasten eingeschlagen und unbrauchbar gemacht und die Briefsachen mitgenommen. Auf dem Dorfplatz vor dem Bürgermeisteramt haben sie auch das Waghäuschen der Dorfwage niedergerissen und dem Erdboden gleichgemacht. Das war das Gefecht und die Beschießung von Dornach am 19. August 1914.




Durch das deutsche Land

Eine Fahrt durch das deutsche Land in diesen Kriegszeiten bietet eine Fülle eindrucksvoller Bilder und Erscheinungen. Die Reise nach Metz führte Ihren Berichterstatter Mitte Oktober von Basel über Freiburg i. B., Karlsruhe, Heidelberg, Darmstadt, Frankfurt a. M., Mainz, Bingen, Trier. Sie gab mir schon manchen Einblick in die Gemütsstimmung des deutschen Volkes und in den geistigen und körperlichen Zustand seiner unter den Fahnen stehenden Wehrmacht. Unbedingtes Vertrauen in die Maßnahmen der Behörden und der Heeresleitung, eine ans Fabelhafte grenzende Opferwilligkeit und Hingabe aller Volksklassen an die dem Lande gestellte große Aufgabe, zweckmäßige Zusammenfassung und Ordnung aller der Staats- und Heeresleitung dienenden Kräfte — das sind die augenfälligen Erscheinungen, die dem die

Empfohlene Zitierweise:
Karl Müller: Kriegsbriefe eines neutralen Offiziers. Velhagen & Klasing, Bielefeld ; Leipzig 1915, Seite 31. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:M%C3%BCllerKriegsbriefe.pdf/35&oldid=- (Version vom 1.8.2018)