Seite:OAB Sulz.djvu/024

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vor. Torf, der übrigens wenig benützt wird, findet sich in der Nähe von Aistaig. Töpfererde wird auf den Markungen Rosenfeld und Vöhringen gewonnen.

Die Gebirgsschichten zeigen in Folge der Hebung des nahe liegenden Schwarzwaldes ein bedeutendes Einfallen gegen Osten.

Von eigentlichen Mineralien finden sich: Pechkohle, da und dort nesterweise im obern Keuper, Kalkspath, Bitterspath und Braunspath im Muschelkalk und Dolomit, Feuerstein und Hornstein in der Anhydritgruppe, faseriges Steinsalz mit blauem Anhydrit[1] in den alten, grauer Anhydrit mit Gyps in den gegenwärtig in Betrieb stehenden Hallerdegruben bei Sulz, Schwefelkies im Lettenkohlensandstein und Lias.

Über die Lagerungsverhältnisse der Trias geben folgende Profile Aufschluß:

1) Sandsteinbruch zwischen Hopfau und Leinstetten.  
Wellendolomit und Mergel 150′
Rother sandiger Thon 6′
Blauer Thonletten 1 1/2
Plattensandstein 2′
Rother schieferiger Sandmergel 10′
Plattensandstein 12′
Rother fester Bausandstein in 3–6′ mächtigen Bänken,
     in unbekannte Tiefen fortsetzend
25′
2) Nördliches Gehänge des Neckarthals gegen Hopfau, an der Landstraße.
Ackerkrume 2′
Kalkmergel der Lettenkohle 6′
Sandmergel und Sandstein derselben 6′
Unterer sandiger Mergel derselben 15′
Dolomit des obern Muschelkalks 50′
Hauptmuschelkalk 350′
3) Bohrloch Nr. 1 bei Bergfelden, im Dez. 1839–40 erbohrt.
Schacht Dammerde, Lehm und Sand 7′ 1″
Weicher gelber Kalkstein 1′ 9″
Fester blauer Kalkstein 6′
Lichtgrauer dolomitischer Kalkstein 9′ 5″

  1. Alb. Lebret (praes. Car. Frid. Kielmayer) Diss. inaug. sistens examen physico-chemicum gypsi caerulei Sulzae nuper detecti. Tubingae 1803. 8.
Empfohlene Zitierweise:
Karl Eduard Paulus: Beschreibung des Oberamts Sulz. Karl Aue, Stuttgart 1863, Seite 024. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:OAB_Sulz.djvu/024&oldid=- (Version vom 1.8.2018)