Seite:OABacknang.djvu/111

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Rentkammer eigenthümlich und zur Landschaft auf keinerlei Weise collectabel waren: Unter-Schönthal, Fürstenhof und Ungeheuerhof, ferner das immediate zur Landschaft collectable früher kloster-weilersche, seit 1712 mit der Stiftsverwaltung Backnang verbundene Allmersbach.

II. Das Klosteramt Murrhardt.

1. Die Amtsstadt und dazu gehörige 3 Hofe: das sog. vordere und hintere Streitweilerhöfle und das Wiesen-Gayrenhöfle (aus wenigen Mädern und Viehwaiden bestehend).

2. Das Schwammhofer Viertel: Schwammhof, Westermurr, *Weidenhof, Waltersberg, Klingen, Käsbach, woselbst das Kloster jedoch nur einen Lehenhof hatte, das Übrige sturmfederisch war, *Weidenbach, Kletten- und Sauerhöfle.

3. Das Eisenschmieden Viertel: Eisenschmiedmühle, Hausen an der Murr, *[Unter-] Neustetten, *Gökelhof, *Stöckach an der Murr oder Plapphof, Rupenhof oder Harnersberg, Fornsbach, d. h. das Hubgut, während der Flecken selbst löwensteinisch war, *Mettelbach, *Marxenhöfle, *Mutzenhöfle, Pfaffenlochmühle auf dem Schloßhofe.

4. Das Siegelsberger Viertel: Siegelsberg, *Wolfenbrück, Karnsberg.

5. Das Steinberger Viertel: Steinberg, Hördt, Hoffeld, Vorder- und Hinter-Murrhärle, Frankenweiler, ein Lehenhof in dem Weinsbergischen Eschenstruet.

Die einzelnen Viertel des Murrhardter Amts wechselten übrigens öfters hinsichtlich der Eintheilung und der Namen.

Neben diesem zusammenhängenden Komplex gehörten aber zum Klosteramt Murrhardt noch weiter außerhalb des jetzigen Oberamtes Backnang: eine Pflegbewohnung zu *Erdmannhausen, Pfleghöfe zu *Groß-Bottwar und zu *Westheim am Kocher oder im Rosengarten, der Flecken *Ödendorf mit dem Weiler *Niederhofen oder Niederndorf [diese beiden Orte zu 1/3 limburgisch, zu 2/3 kloster-murrhardtisch], ein Hof zu *Wolkenstein.

III. Einzelne Bestandtheile anderer altwürttembergischer Ämter.

1. Des Amtes Marbach: Rietenau, Mittel-Schönthal, Roßstaig, Spiegelberg und Jux.

2. Des Amtes Weinsberg, Böhringsweiler Unteramtes: Liemannsklinge, Eschenstruet, Morbach, Mannenweiler, Hinter-Büchelberg, Grab, Schönthalerhöfle, Schönbronn, Rösersmühle, [Groß-] Höchberg und Vorder-Büchelberg, beide mit einander eine Gemeinde und mit der Herrschaft Gemmingen-Maienfels gemeinschaftlich, Neufürstenhütte [mit einem Theile Klein-Erlachs, s. oben].

[Endlich: IV. Löwensteinische Besitzungen (s. oben), und die sturmfederschen, mit Württemberg nur durch den Lehensnexus verbundenen Dörfer Oppenweiler und halb Groß-Aspach (s. oben), sowie

V. Besitz des Klosters Schönthal zu Ebersberg bis 1786.]

Empfohlene Zitierweise:
Karl Eduard Paulus: Beschreibung des Oberamts Backnang. H. Lindemann, Stuttgart, Stuttgart 1871, Seite 111. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:OABacknang.djvu/111&oldid=- (Version vom 1.8.2018)