Seite:OABacknang.djvu/283

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den 16. Aug. 1442 verkaufte Schwigger seine Gerechtigkeit, Leute und Güter und die Losung an Stettenfels mit Zugehörungen, Gülten und Zinsen in Groß- und Klein-Aspach, Oppenweiler, Zehenten in Ilsfeld und das Schloß Thalheim an Graf Ulrich von Württemberg, der am 10. Aug. 1453 mit dem Schloß Thalheim und dem Zehenten zu Ilsfeld den Hans von Frauenberg, des genannten Schwiggers Tochtermann, belehnte, wogegen die Herrschaft Stettenfels noch sturmfederisch blieb, bis sie Friederich St. den 25. Juli 1462 an Rafan von Helmstadt verkaufte (Koenig Select. jur. publ. 6, 234). Im 15. Jahrhundert hatten Mitglieder der Familie Theile am Zehenten zu Auenstein und einem Hofe zu Beilstein im Lehensbesitze, veräußerten sie aber am Ende desselben an die von Liebenstein. Um die gleiche Zeit erscheinen 2 Theile an dem Fronhofe, Dorf, Vogtei und Gericht zu Altingen im Lehensbesitze zweier Mitglieder der Familie. Im Anfange des 16. Jahrhunderts erwarb Burkhard Sturmfeder durch Kauf von Anselm von Yberg die Lehen, den früher schon einmal im Besitze der Familie gewesenen Abts- und den Sichlingshof samt dem Vogteigericht des ersten Hofes zu Groß-Ingersheim, womit noch einige Besitzungen zu Besigheim, Bietigheim und Löchgau verbunden waren; die Lehensherrlichkeit über jene 2 Höfe war nach einigen Streitigkeiten zwischen Württemberg und Baden dem letzteren zuständig geblieben, bis sie durch den Staatsvertrag vom 16. Apr. 1807 an Württemberg überging.

Unbedeutendere oder nur vorübergebende Besitzungen der Familie waren z. B.: Zehenten in Hessigheim und ein Hof in der Pfarrei Backnang 1336 (St.-A.); Güter in Ober- und Nieder-Zimmern und in der Pfarrei Marlach 1341 (Wibel 2, 191); Zehenten in Strümpfelbach und Weingärten in Rielingshausen 1361 (Gabelk.); Vogtei über comburgische Güter, das Gericht und sonstige Rechte, namentlich ein Hof und 8 Güter, zu Hausen an der Roth 1362 (O. A. B. Gaildorf 159); Güter zu Ober-Roth und in dessen Pfarrei, so ein Theil von Kornberg, zu Hütten (OA. Gaildorf) und Erlach (O. A. Hall) 1370 (O. A. B. Gaildorf 194 und Hall 210); Antheil an der Herrschaft Helfenberg 1370, 1400 (O. A. B. Marbach 153); Rechte und Einkünfte zu Glattbach, Illingen, Mühlhausen und Roßwaag 1443 (Klunzinger Maulbronn 2, 51); Schadhausen (bei Heidelberg) 1458 und 1535 (Widder 1, 381); Zehentrechte zu Bibelnheim (bei Gau-Odernheim) 1535 (R. A. U. 1, 497); Altwisloch bei Heidelberg 1552 (eb. 509); Wülflingen, der Kirnhardshof und die Röthenbachmühle, Pfitzenberg und der Kert (Gem. Hohenstadt) sowie Güter zu Vorder- und Hinter-Büchelberg und Bühler, zu Bronnen, Ebnat und Kohlwasen (bei Neuler), in der 2. Hälfte des 16. Jahrh. (O. A. B. Aalen 205); Zehenten, Zinsen und Gülten zu Neckarweihingen, Hoheneck, Poppenweiler, Kirchheim am Neckar, Affalterbach, ein Hof zu Ober-Schönthal bis 1747 (s. Groß-Aspach), Höfe zu Strümpfelbach und Käsbach (s. diese). – Während des 14. Jahrhunderts hatten Mitglieder der Familie als Pfandbesitz vom Reiche inne die Orte Neudenau und Katzenthal (an der Schefflenz), die Reichsdörfer Duttenberg, Offenau, Ober- und Unter-Griesheim, Bachenau, Jagstfeld, Reicharthausen, zu Wimpfen am Berg gehörige Eigenleute und die Vogtei über drei Höfe in Flein, allein in den Jahren 1362 und 1364 hörte dieser Pfandbesitz auf, und nur in Flein hatte die Familie bis

Empfohlene Zitierweise:
Karl Eduard Paulus: Beschreibung des Oberamts Backnang. H. Lindemann, Stuttgart, Stuttgart 1871, Seite 283. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:OABacknang.djvu/283&oldid=- (Version vom 1.8.2018)