Seite:Otmar Volcks-Sagen.pdf/351

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Die Ackerbesitzer entdecken hier öfters unter der Erde Grabmähler, die aus geraden, doch unbearbeiteten, Felsenplatten zusammengesetzt sind, und einige Aehnlichkeit mit den sogenannten Hühnen-Gräbern haben, die man in mehreren Ländern, auch in Nord-Deutschland, entdeckt hat; nur daß sie den meisten von diesen, theils in Absicht der Größe der Felsmassen nachstehen, theils sich darin unterscheiden, daß die Felsentrümmern nicht in Kreisen um die einzelnen Begräbnißstellen aufgerichtet sind, sondern flach in der Erde liegen, und von ihr überdeckt sind. – In diesen Grabmahlen finden


Gerippe von handfesten Männern, gefunden hat. – Vielleicht leitet dieser Name zur Entdeckung des bestimmtern Namens jenes zurückgedrängten und ausgewanderten Völkerstamms. Vielleicht hat er mit dem Namen „Möckern“ womit mehrere Orte in solchen Gegenden, die sonst von Wenden bewohnt wurden, bezeichnet sind, gleichen Ursprung. – Doch ist es auch möglich, daß „Mäken“ nur ein provinzieller Ekelname war, den das herrschende Volk von einer auffallenden, stotternden (mäckernden) Aussprache des kleinern Volks entlehnte.

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl Christoph Nachtigal: Volcks-Sagen. Wilmans, Bremen 1800, Seite 351. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Otmar_Volcks-Sagen.pdf/351&oldid=2629195 (Version vom 3.5.2016)