Seite:Ramdohr-Venus Urania-Band 2.djvu/5

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Vorbericht zum zweyten Theile.

Unter Aesthetik verstehe ich den Inbegriff der Vorschriften, welche aus der Anwendung der Gesetze des Verstandes und der Vernunft auf die Verhältnisse des Menschen zu denjenigen Gegenständen fließen, welche seinen Beschauungshang reitzen. Was dem Menschen, ohne vorgängige deutliche Beziehung auf seine sympathetischen und selbstischen Verhältnisse, bey der bloßen Contemplation gefallen soll und darf, das lehrt, meinen Begriffen nach, die Aesthetik.

Suche in den Gegenständen, die auf deinen Beschauungshang wirken, Wahrheit, d. h. Uebereinstimmung mit sich selbst; suche an ihnen Zweckmäßigkeit, d. h. Zusammenstimmung mit den Dingen, die sie umgeben! das ruft der Aesthetiker dem