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V.
Schöne Thaten eines edeln Greisen.

 Da sich unser Zeitalter dadurch auszeichnet, daß Laulichkeit und falsche Aufklärung an die Stelle der wahren Religion tritt, eine nothwendige Folge aber davon diese ist, daß gute Handlungen und tugendhafte Menschen immer seltnere Erscheinungen in dieser Welt werden: so ist es eine wahre Wonne für den gutdenkenden Mann, wenn er das Glück hat, hie und da noch gute Thaten, von Menschen begangen, zu erfahren.

 Ich kenne einen Edeln im Lande, der auf die allgemeine Wehklage der Armen, die in seinem Wirkungskreis waren, rechnen darf, wenn der Herr über Leben und Tod über ihn gebieten wird. O! dürfte ich ihn nennen, diesen christlichen Staatsmann! Von mehrern edeln Handlungen desselben, die er in der Stille übte, und wovon ich Augenzeuge war, will ich zur Ehre der Menschheit dermahlen nur zwey erzählen.

Empfohlene Zitierweise:
Anonym: Schöne Thaten eines edeln Greisen in: Journal von und für Franken, Band 1. Raw, Nürnberg 1790, Seite 452. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Sch%C3%B6ne_Thaten_eines_edeln_Greisen.pdf/1&oldid=- (Version vom 1.8.2018)