Seite:Schildbach - Glück durch Unglück.pdf/22

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Reb. Der Tati hat’s genommen, und hingetragen zum Gerichtskommissär.

Moses. Weh! Was hat er zu nehmen? Was hat er zu tragen? Das Brieftäschel hab’ ich gefunden.

Ester. Ich weiß, aber wo ist das Lotterieloos?

Moses. Im Brieftäschel wird es seyn unter die papierne Schriften.

Ester. Gar nichts ist drinn.

Moses. So hast du’s heraus genommen?

Ester. Nichts hab’ ich heraus genommen.

Moses. Krie über dich! Wo ist es also hingekommen?

Ester. Das mußt du wissen.

Reb. Du mußt es haben.

Moses. Ich hab’ es nicht. Verschwarzt soll ich liegen, als ich habe herausgenommen mehr als ein einziges Bankozettel von 50 fl.

Ester. Wo soll es seyn? Der Korporal sagt doch bey seinem Leben, es ist drinn gewesen.

Reb. Du Moses, sag mir: Als du das Brieftäschel gefunden hast, so hast du doch geschaut, was drinn ist?

Moses. Ja, hab’ ich gesehen auf die Minuten die zwey Bankozettel von 50 fl.

Reb. So wirst du auch gesehen haben das Lotterieloos?

Moses. Nichts hab’ ich gesehn! Was weiß ich von dem Loos, und von die Papiere? Hab’ ich mich doch mein Lebtag nicht bekümmert

Empfohlene Zitierweise:
Johann Gottlieb Schildbach: Glück durch Unglück. Ein Lustspiel in einem Aufzuge. Wallishausser, Wien 1808, Seite 22. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Schildbach_-_Gl%C3%BCck_durch_Ungl%C3%BCck.pdf/22&oldid=- (Version vom 11.9.2022)