Seite:Schmidt Miscellanea Silurica III.djvu/79

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der hintere innere Winkel springt stark vor. An der vordern Hälfte der Hinterseite sieht man einen Einschnitt, (wie beim Eurypterus) an der Stelle, wo der Fuss eingelenkt ist. Der Körper des Grundgliedes ist massiv, in der Mitte 10–15 mm. dick. Am vordern innern Winkel sehn wir einen breiten trapezoidalen blattartigen Vorsprung, der an seinem Grunde etwas eingeschnürt ist und an seiner von vorn nach hinten und innen vorspringenden innern Seite eine Reihe von 15 kräftigen Sägezähnen trägt, die von vorn nach hinten etwas an Grösse abnehmen. Die Oberfläche des Grundgliedes ist mit runder Schuppenzeichnung bedeckt, mit der convexen Seite der Schuppen nach aussen und am Vorderrande nach hinten. Von bekannten Figuren stimmt die F. 14 auf T. I bei Huxley und Salter (von P. perornatus) noch am besten zu unsrer Art, doch springt dort die hintere Seite viel mehr nach hinten und innen vor und erscheinen die Zähne viel länger.

Bei unsrer restaurirten Figur bedecken die Grundglieder mit dem Metastoma die untere Breite des Kopfschildes nicht vollständig. Es liegt vielleicht daran, dass der Kopf zu breit gezeichnet ist, was leicht möglich, da auch unser bester Kopf nicht vollständig erhalten ist.

Die übrigen Fussglieder (T. IV, F. 7; T. Va, F. 14, 15) stimmen in ihrer Zahl viel besser zu Eurypterus, als man früher angenommen hat. Mir liegen drei Exemplare vor, von denen das vollständigste T. IV, F. 7 das 1ste, und 4te bis 8te Glied; T. Va, F. 14 das Grundglied im Zusammenhang mit dem 2ten bis 5ten Gliede, und F. 15 auf derselben Tafel das 2te bis 6te Glied enthält. Das 2te und 3te Glied (T. Va, F. 14, 15) sind kurz, ringförmig, mit concavem Aussenrande. Das 2te Glied springt etwas nach hinten vor und trägt an seinem Grunde einen abgeschnürten Fortsatz (wieder wie bei Eurypterus), den ich in F. 14 auf T. Va freigelegt habe. An Stelle der beiden Glieder 2 und 3 nimmt Woodward nur eins an (basos), obgleich auf manchen Tafeln (Woodward l. c. T. VII, F. 11; T. XIV, F. 1 links), an dieser Stelle deutlich zwei Glieder zu erkennen sind.

Das 4te Glied (Ischium) wird von Woodward l. c. p. 60 bei P. bilobus als «schmal, der innere Rand am längsten» beschrieben. Bei unsern Exemplaren in F. 14 und 15 auf T. Va erscheint es verschieden gebildet. In F. 14 erscheint es allerdings schmal, dem 2ten und 3ten Gliede ähnlich; und ebenso auf T. IV, F. 7, wo das 2te und 3te Glied fehlen. In F. 15 auf T. Va aber ist es auf der hintern Seite breit, stark convex, und so erscheint es auch bei Woodward in T. XIV, F. 1.

Das 5te Glied (Meros) ist dreieckig halboval, der bogige vordere Rand am längsten, der distale Gelenkrand tief ausgebuchtet. Das 6te Glied (Carpus) von unregelmässig dreieckig rhomboidaler Form; der Vorderrand convex wie beim vorigen Gliede, das proximale Ende zu einem Fortsatz vorgezogen, der mit der Einbucht des vorigen Gliedes artikulirt; das distale in stumpfem Winkel vorspringend, zum Ansatz des vorletzten 7ten Gliedes, ganz wie das entsprechende Glied bei Eurypterus. Das 7te Glied (Propodos) ist von oblonger Form, am Hinterrande am längsten, an dem ein Fortsatz zum proximalen und einer zum distalen Ende geht, der durch eine Querlinie als dreieckiges Feld abgeschnitten wird (wiederum wie bei

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Friedrich Schmidt: Miscellanea silurica III. , St. Petersburg 1883, Seite 75. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Schmidt_Miscellanea_Silurica_III.djvu/79&oldid=- (Version vom 1.8.2018)