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und damit jenen Zeitraum, in welchem seit Franz II. 1559 die blutigen Religionskriege das Land zerrütteten. Diejenigen Städte, welche während derselben von besonderer Bedeutung und um 1562 in den Händen der Reformierten waren, sind unterstrichen, alle sonst noch erwähnenswerthen auf der Karte angegeben.

Das Gebiet der französischen Krone, wie es sich bis gegen den Anfang der Periode, um 1461, gestaltet hatte, ist mit derselben Farbe – Grünspan – blass bedeckt, mit welcher das ganze damalige Frankreich umzogen ist. Wie dann im Laufe des Zeitraums allmälig die grossen Familienlehen der Orléans, Bourbons, Anjou &c. an die Krone heimfallen, ist durch eingeschriebene Notizen und Jahreszahlen in Haarschrift verdeutlicht worden.

Der Plan von Paris enthält alle inmitten der Periode der kirchlichen Wirren merkwürdig gewordenen Gebäude, Strassen &c.

Hauptquellen waren: Abbé de Longuerue: Description historique et géographique de la France ancienne et moderne. Paris 1719. 2 Bde. in Fol.
Piganiol de la Force: Nouvelle description de la France. Paris 1753 ff. 3. Auflage.
Robert de Vaugondy: Atlas universel. 1745–1757.
Büsching: Erdbeschreibung, Bd. III. 1788. 8. Aufl.


Britische Inseln. No. V. Britische Besitzungen Gross-Britanniens seit 1783, mit Angabe ihrer Erwerbungszeit. – In Mercator’s Projection. Äquatorialmaassstab 1 : 111 000 000. – Nebenkarten : 1. Britische Besitzungen in Nord-America, bis 1783. Mittlerer Maassstab 1 : 20 000 000. 2. Neu-England während des nordamericanischen Freiheitskrieges, 1775 bis 1781. Mst. 1 : 9 500 000. 3. Vorder-Indien um das Jahr 1760. Mittlerer Mst. 1 : 20 000 000. 4. Skizze zur Übersicht der britischen Erwerbungen in Indien von 1757 bis 1856. Mst. 1 : 60 000 000. 5. St. Helena 1650. Maassstab 1 : 500 000. 6. Gibraltar 1704. Mst. 1 : 250 000. 7. Mahon 1708–1782. Mst. 1 : 250 000. 8. Quebec 1759. Mst. 1 : 250 000. 9. Malta 1800. Mst. 1 : 100 000. 10. Capstadt 1806. Mst. 1 : 250 000. 11. Helgoland 1808. Mst. 1 : 50 000. 12. Aden 1838. Mst. 1 : 250 000. 13. Hong-Kong 1842. Maassstab 1 : 3 000 000.

Diese Karte soll zur Veranschaulichung der grossartigen Entfaltung britischer See- und Colonial-Macht im 19. Jahrhundert dienen und fixiert durch Angabe der bis auf die neueste Zeit reichenden Erwerbsdaten die Geschichte dieser allmäligen Entfaltung in Haupt- und Nebenkarten.

Unter den bei der theilweisen Neuzeichnung eingesehenen Quellen sind hervorzuheben:

Census of the British Empire with its colonies and foreign possessions 1861. IV Parts. London 1864.
K. v. Spruner: Historischer Atlas der Ausser-Europäischen Staaten. 2. Auflage. Gotha 1855.
Brockhaus’ Conversationslexikon. Neueste Auflage.
A. Petermann’s Geographische Mittheilungen, Gotha 1855 bis 1874.
E. Behm’s Geographisches Jahrbuch, Gotha 1866 bis 1870.
K. F. Neumann: Geschichte der Vereinigten Staaten von Nord-America. 2 Bde. Berlin 1863 und 1864.
Barchou de Penhoën: Histoire de la conquête et de la fondation de l’empire Anglais dans l’Inde. Tome VI. 1841.
E. Thornton: Gazetteer of India. London 1857.


Orient. No. IV. Oströmisches Reich von der Einwanderung der Ungarn in Pannonien um 895 bis zur Unterwerfung des Bulgarenreiches durch Kaiser Basilius im Jahre 1019. Mst. 1 : 7 500 000. – Nebenkarten: 1. Oströmisches Reich von der Einwanderung der Bulgaren um 679 bis 895. Mst. 1 : 15 000 000. 2. Palästina. Maassstab 1 : 3 750 000. 3. Themata an der Propontis. Mst. 1 : 2 500 000. Von Th. Menke.

Noch bevor die Eroberungszüge des Islâm sich gegen den Süden und Südosten des oströmischen Reiches richteten, hatte die slawisch-finnische Völkerwanderung angefangen, das Innere der Haemus-Halbinsel ethnographisch umzugestalten.

Im sechsten Jahrhundert occupierten Slawen und Awaren die weiten Landstriche von den Karpaten bis zur Südspitze des Peloponnes und, wie in Italien die Langobarden, liessen sie dem oströmischen Reiche im Wesentlichen nur vereinzelte Küstenbesitzungen. Seit dem Jahre 589 waren sie im Besitze des Peloponnes, und unter der Regierung des Heraclius (610–644) erfolgte die Ansiedelung der Chrobaten und Serbier in der Nähe des adriatischen Meeres und der Sau.

Das Land von der bairisch-karentanischen Grenze bis zum Vorgebirge Malea hiess Sclavinia, sowohl bei den Oströmern wie bei den Deutschen. Monembasia wird ausdrücklich eine Stadt in Sclavinia genannt.

Im Jahre 679 oder 680 drangen die Bulgaren über die Donau und besetzten Varna und das alte Mösien.

Der Sturz des Awarenreiches durch Karl den Grossen um 803 wirkte auch auf die Haemus-Halbinsel. Es gelang dem oströmischen Reiche, den Peloponnes und einen Theil von Hellas wiederzugewinnen. Die Bulgaren aber bemächtigten sich des grössern Theils des auf der Haemus-Halbinsel liegenden Sclaviniens. Die Nachrichten über die Anfänge ihres Reiches sind ausserordentlich dürftig. Die Ansprüche der römischen Curie auf die Suprematie über die Bulgaren nach ihrer Bekehrung im Jahre 869, gestützt auf die ältere Ausdehnung des römischen Patriarchats in Illyricum, sind meines Wissens die älteste Spur, dass die Bulgaren damals bereits ihre Sitze dahin ausgedehnt hatten. Kurze Zeit später erscheinen Belgrad und Achris in der Lebensbeschreibung des H. Clemens († 916) als bulgarische Ortschaften.

Durch die Einwanderung der Magyaren in das heutige Ungarn verloren die Bulgaren, was sie in Pannonien und Dacien vom römischen Reiche an sich gerissen hatten.

In Bezug auf die Eintheilung des oströmischen Reichs in Themata werden die Nachrichten des Kaisers Constantinus, die nicht alle werthvoll und richtig sind, glücklicher Weise durch zerstreute Mittheilungen der Historiker ergänzt und berichtigt.

Das Thema Macedonia, das man nach Constantin im alten Macedonien (incl. Thessalonice) und Thessalien suchen müsste, wobei freilich unklar ist, wie dabei für die Themata Thessalonice und Strymon Platz bleibt, lag nach einer deutlichen Angabe des Leo Grammaticus p. 231 um Adrianopel. Dass diese Gegend im Mittelalter Macedonia hiess, hat bereits Tafel, Via Egnat., pars orient., p. 33, bemerkt.

Als Ort in Thessalonice wird Berrhoea bezeichnet, Cedren. II, 29.

Das Thema Hellas umfasste Thessalia; wenigstens wird Demetrias als ein Ort desselben angegeben: Leo Gramm. 274. Theophan. cont. 5, 16. Theodor. Meliten. 191. Dagegen lag Naupactus im Thema Nicopoliton: Cedren. II, 529. Liutprand. Legat. 58.

Es ist Rücksicht genommen auf die Veränderung der Themeneintheilung unter den Kaisern Leo dem Philosophen (886–911) und Constantinus Porphyrogennetus (911–959).

Empfohlene Zitierweise:
Theodor Menke, Karl Spruner von Merz u. A.: Hand-Atlas für die Geschichte des Mittelalters und der neueren Zeit . Justus Perthes, Gotha 1880, Seite 28. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Spruner-Menke_Handatlas_1880_Text.pdf/40&oldid=- (Version vom 28.11.2016)