Seite:Storm Der Schimmelreiter.djvu/142

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vielleicht mehr, als in der Marsch hier wird entbehrlich sein! – Lasset uns denn berathen, wie zunächst dies Alles zu beschaffen und einzurichten ist; auch die neue Schleuse hier an der Westseite gegen das Wasser zu ist später einem tüchtigen Zimmermann zur Herstellung zu übergeben.“

Die Versammelten hatten sich um den Tisch gestellt, betrachteten mit halbem Aug’ die Karte und begannen allgemach zu sprechen; doch war’s, als geschähe es, damit nur[1] überhaupt Etwas gesprochen werde. Als es sich um Zuziehung des Feldmessers handelte, meinte einer der Jüngeren: „Ihr habt es ausgesonnen, Deichgraf; Ihr müsset selbst am besten wissen, wer dazu taugen mag.“

Aber Hauke entgegnete: „Da Ihr Geschworene seid, so müsset Ihr aus eigener, nicht aus meiner Meinung sprechen, Jacob Meyen; und wenn Ihr’s dann besser sagt, so werd’ ich meinen Vorschlag fallen lassen!“

„Nun ja, es wird schon recht sein,“ sagte Jacob Meyen.

Aber einem der Aelteren war es doch nicht völlig recht: er hatte einen Bruderssohn; so einer im Feldmessen sollte hier in der Marsch noch nicht

  1. Vorlage: geschähe es nur, damit nur, S. Druckfehler S. 223.
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Theodor Storm:Der Schimmelreiter. Berlin: Gebrüder Paetel, 1888, Seite 142. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Storm_Der_Schimmelreiter.djvu/142&oldid=- (Version vom 1.8.2018)