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Gottesdienst
Wort und Sakrament


 Wir sollen in unseren Gottesdiensten heimisch werden. Je länger je mehr sollte kein Kontrast zwischen dem Gottesdienst und dem täglichen Leben sein. Wir sollen den Gottesdienst hineintragen in das tägliche Leben; dazu dient, daß man die Gottesdienste vor- und nachbereitet. Vor allem aber nehmt es genau mit der Vorbereitung zum heiligen Abendmahl.


 Wenn wir rechte Töchter unserer lutherischen Kirche wären, müßte unser ganzes Leben ein Dankopfer sein. Es kann einer mit Gottes Wort umgehen und dabei doch ein äußerlicher Mensch bleiben, wir müssen uns in das Wort versenken, unsern Willen hergeben und das Wort umgestaltend auf uns wirken lassen.


 Es muß eine rechte Erkenntnis der Heilsgeschichte in ihrem Zusammenhang gepflegt werden. Ohne eine solche Erkenntnis kommt mir das Menschenleben recht arm vor.


 Laßt uns nur immer wieder zu Gottes Wort uns flüchten; da ist alles rein und hell, licht und klar. Da ist Weisheit und Rat und Kraft und Friede für alle Lebenslagen.


 Laßt in eurem Hause Gottes Wort das maßgebende, ausschlaggebende Prinzip sein!


Empfohlene Zitierweise:
Therese Stählin: So wir im Lichte wandeln. Verlag der Diakonissenanstalt, Neuendettelsau 1959, Seite 7. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Therese_St%C3%A4hlin_-_So_wir_im_Lichte_wandeln.pdf/9&oldid=2895459 (Version vom 22.8.2016)