Seite:Vier Tage und vier Nächte auf dem dritten Säcular-Feste in Marburg vom 27ten bis 30ten Juli 1827.pdf/30

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<Einfügemarkierung>[1] Hier gehört folgender Satz hin der vom Setzer[2] übersehen worden und der Abdruck ohne Mittheilung eines Correcturbogen geschah.

Als ich aus der engen Gasse auf den Markt trat und rechts gegenüber das Haus erblickte, wo einst Baldinger wohnte, - gleich fiel mir Baldingersche Esel ein. Du erinnerst Dich gewiß noch des Auflaufs, als im Sommer Semester 1791. an einem Wochenmarktage Mittags Baldinger aus seinem Fenster im ersten Stock unten vor seinem Hause einen angebundenen Esel stehen sieht, - diesen die Treppe hinauf in sein Zimmer bringen und mit den Vorderfüssen ins Fenster heben ließ, - dann seinen Arm um den Hals des Esels legte und beide aus dem Fenster hinab auf die gaffende (unleserlich gestrichen) Menge sahen, wodurch dann ein furchtbares Gelächter entstand.

     Dazu fiel mir der Schnurrenfang im Sack in der Windeltreppe auf dem lutherischen Kirchhofe ein, wo vor unserer damaligen Zeit die Burschen das Gitter über der Windeltreppe heraus gebrochen und einen grossen Sack hinein gespannt die Schnurren vor ihrer Wachtstube am Markt durch "pereat" Rufen heraus gefordert, dann den Weg nach dem lutherischen Kirchhofe hinauf gelaufen, - die Schnurren hinter ihnen her, - biegen links nach dem Eingange zur Windeltreppe, springend über die Oeffnung, worin ihr Sack gespannt hieng, einige Tritte hinunter bis unter den hängenden Sack, die verfolgenden Schnurren im Bewußtseyn des festen eisernen Gitters über der Öffnung, laufen dreist nach, die Vordersten 2 oder

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