Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/242

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besondere, recht eigentlich gallische Nationalversammlung.

Den Nachmittag machte ich eine glückliche Jagd auf Seeschnepfen, deren es hier eine Menge giebt, und die in ganzen Heeren fliegen, so daß man mit einem Schuß bis 20 erlegen kann. Den Morgen darauf fuhren wir über das Irbensche Pastorat, wo wir zu Mittage waren, nach Dondangen zurück. Wir passirten den sogenannten Sliter-Berg, der sich 300 bis 400 Fuß über die Meeresfläche erhebt. Die Schiffer erblicken ihn weit aus der See her, und haben ihn den blauen Berg benannt. Dieser Sliter-Berg ist ein Theil der längs der Küste fortlaufenden Bergkette, welche wahrscheinlich in der Vorzeit die Ostsee unmittelbar begränzte, wie sich aus den wellenförmigen, abwechselnden Vertiefungen und Erhöhungen nach der Seeseite schließen läfst. Im Sande der Bergkette findet sich, mehr nach dem Strande hin, ein Steinhaufen von ungeheurem Umfange, dessen Entstehung man sich nicht erklären kann; doch die Tradition hat in der Erzählung hiesiger Bauern eine

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 231. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/242&oldid=- (Version vom 7.4.2019)