Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/296

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Zur Probe genug, um den unglaublichen Unterschied zu bemerken, und so sich das Steigen der Landgüter zu erklären.

In der großen Schlacht bey Kirchholm, den 17. Sept. 1605, wo die Polen nur allein durch den Beystand des Herzogs Friedrich von Kurland und seiner Mannschaft, einen mächtigen Sieg über die Schweden errungen, fochten viele Goldinger und theilten die Ehre des Siegs mit ihrem Landesherrn.

Der Herzog Wilhelm, von dem Kelch[1], daß er, als er in Rostock studirte, schon als Student Rector Magnificus gewesen, und deshalb vielleicht auch als Herzog sich wieder einiger burschikosen Streiche schuldig machte — vermählte sich 1609 mit einer Prinzessin des Herzogs von Preußen, und den 12. Februar des folgenden Jahres geschah die Heimführung, wobey Goldingens sämmtliche Einwohnerschaft aufgeboten war, die Pracht dieser fürstlichen Heimführung zu vermehren. Den 24. Oktober 1610 ward Herzog

Jakob zu Goldingen gehörend, seine Mutter

  1. Seite 451.
Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 285. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/296&oldid=- (Version vom 21.4.2019)