Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/298

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den man durch Bestechung gewonnen, seinen Herrn, den Herzog Wilhelm, um sein Land zu bringen[1] erhielt vom Könige von Polen mehrere neuerrichtete Starosteyen, als Ämter. Herzog Friedrich, der hierauf im Jahr 1618 die Belehnung des Herzogthums Kurland allein empfing, mußte viele tausend Gulden daran wenden, um sich von den Starosteyen wieder zu befreyn, Er erichtete 9 Oberhauptmannschaften, und der erste Oberhauptmann zu Goldingen war Otto von Grotthuß. Es ist wahrscheinlich, daß der Herzog Friedrich abwechselnd in Goldingen und Mitau residirte; denn die vor mir liegende handschrifiliche Chronik bemerkt, daß er den 24. Januar 1656 in Goldingen angekommen, so wie auch wieder im Jahr 1639 von dem Rath und der Bürgerschaft mit schwarzen Mänteln empfangen worden sey, die auch seinem Wagen vorausgegangen. Desgleichen erzählen jene Nachrichten, daß es den 17. July 1623 in Goldingen, auf dem Markte und im Schlosse, Blut geregnet und{{}}

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 287. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/298&oldid=- (Version vom 21.4.2019)
  1. Friebe, Geschichte Kurlands, S. 109. 4. Theil.