Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/40

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weiter haben wagen wollen. Man erblickt hier noch zwey halb zugeworfene Schachten, so wie die Ruinen alter Hüttenwerke und Schmelzöfen. Die Ufer des Baches enthalten Braunkohlenflötze, in denen sich häufig große Stücke Schwefelkies finden, die in Adern fortzulaufen scheinen. Man hat auch in neuern Zeiten hier Versuche angestellt, – selbst von einem Russisch-Kaiserlichen Berg-Collegio ist hieher ein Beamter zur Untersuchung gesandt worden – doch alle Versuche begnügten sich vorsichtig mit der Oberfläche und mit den daselbst gefundenen Braunkohlen und Schwefelkiesen. Uber vier Fuß zu graben, oder sich eines Erdbohrers zu bedienen, hat noch Niemand sich bemüht. Der zur Untersuchung hieher demandirte Bergbeamte hatte jenes, wie ich vermuthen sollte, einigermaßen wichtige Instrument mitzubringen oder zu besorgen vergessen, und wann der Silberberg einmal seine etwa verschlossenen Schätze nicht selbst zu Tage fördert, oder sie Neptun hier nicht, wie die Insel Deios mit einem Dreyzack aus der Erde reißt, so werden sie wohl

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 29. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/40&oldid=- (Version vom 24.2.2019)