Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/436

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Bornmann, in seinem schon oben erwähnten Gedicht Mitau, beschreibt die deutsch-lutherische Kirche zwar als ein ächtes Meisterwerk, das die Fürstin Anna erbauen lassen:

„Wo die schönsten Glaubensspuren, wo des Künstlers Kunst und Hand,
An dem Schnitzwerk und Figuren, Fleiß und Sinnen angewandt.“

Doch dürften jezt jene Figuren nur von des Künstlers Hand, nicht aber von seiner Kunst zeugen.

Mitau besitzt zwey wohlthätige Stifte: das adeliche Katharinenstift, von der verstorbenen Generalin Katharina von Bismark, gebornen von Treyden, im Jahr 1775 gegründet. Es werden in demselben 6 adeliche Fräulein oder Wittwen, unter der Aufsicht einer Äbtissin, in einem bequemen, gemauerten, zwey Stock hohen Hause, standesmäßig unterhalten. Sie tragen, zufolge der Bestätigung des ehemaligen Königs von Polen Stanislaus Augustus, an einem blauen Ordensbande ein emaillirtes ovales Medaillon, mit dem Namenszuge des Königs. Der Fonds dieses Stifts beträgt 32000 Rubel. — Ferner: Das Klocksche Wittwenstift,

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 421. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/436&oldid=- (Version vom 19.5.2019)