Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/49

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aus diesem Zustande in eine beßre Welt, wo die Deutschen nicht mehr über dich, sondern du über die Deutschen herrschen wirst,“ – daß sie gerne ihr Leben wagten, um Freyheit zu erringen. Der Bischof von Kurland Engelbert war im Jahr 1245 erschlagen worden. Die Kuren hatten einen allgemeinen Aufruhr erregt und gegen diese zog der Heermeister Gröningen, der kurz zuvor die Festen Goldingen, Churlandt und Ambothen erbaut hatte, zu Felde. Er ließ ihnen zwar wie Russow in seiner treuherzigen Sprache erzählt, ankündigen, dat alle dejenige de den Christendoem dorch de Doepe annemmen, veder deem Orden underdahn syn unde Trybut geewen volden, de solten dat Levendt beholden, awerst se hebben nod an de doepe gevolt. Die Kuren, die sich, weil sie sich allein zu schwach fühlten, dem litthauischen Fürsten Mendow ergaben, glaubten nun nicht nur eine offene Schlacht wagen zu können, sondern wollten auch die in ihrem Lande noch von den Rittern besessenen Festungen erobern. Eben lag der Fürst Mendow selbst mit einem aus Kuren

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 38. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/49&oldid=- (Version vom 24.2.2019)