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 2. Mein Sünd mich werden kränken sehr, mein Gwißen wird mich nagen, denn ihr sind viel, wie Sand am Meer, doch will ich nicht verzagen: gedenken will ich an dein Tod, HErr JEsu, und dein Wunden roth, die werden mich erhalten.

 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnoth und Schmerzen. Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir; ein ewges Leben hast du mir mit deinem Tod erworben.

 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben; mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin, drum fahr ich hin mit Freuden.

Nic. Herman. 




20.

 1. Wenn wir in höchsten Nöthen sein, und wißen nicht, wo aus noch ein, und finden weder Hilf noch Rath, ob wir gleich sorgen früh und spat:

 2. So ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott! um Rettung aus der Angst und Noth.

Empfohlene Zitierweise:
Wilhelm Löhe: Betbüchlein für Kinder. S. G. Liesching, Stuttgart 1846, Seite 54. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Wilhelm_L%C3%B6he_-_Betb%C3%BCchlein_f%C3%BCr_Kinder.pdf/72&oldid=- (Version vom 28.11.2016)