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Otth., Cerastium lithospermifolium Fisch., Thermopsis alpina Led., Caragana jubata Poir., Oxytropis oligantha Bge., Hedysarum polymorphum Led., Spiraea laevigata L., Sanguisorba alpina Bge., Potentilla sericea L., P. multifida L., P. fragiformis W., Dryadanthe Bungeana Led., Myricaria davurica Ehr., Sedum Ewersii Led., Ribes atropurpureum Mey., Chrysosplenium nudicaule Bge., Saxifraga sibirica L., Archangelica decurrens Led., Libanotis condensata Fisch., Calimeris altaica Nees, Pyrethrum pulchrum Led., Doronicum altaicum Pall., Senecio sibiricus Lep., Artemisia sericea Web., A. globularia Ch., Saussurea pygmaea Spr. (?) u. s. w.

Wenige Pflanzen der hiesigen alpinen Zone werden auch im Himalaya gefunden, nämlich: Anemone micrantha Klotzsch, Corydalis Gortschakoffii Schr., Potentilla Salessowii Bge., Sedum coccineum.

Endlich Localtypen der alpinen Flora des Alatau und Thian-Schan sind: Isopyrum anemonoides Kar., Aconitum rotundifolium Kar., Parrya stenocarpa Kar., Bryomorpha rupifraga Kar., Geranium saxatile Kar., Oxytropis frigida Kar., O. amoena Kar., O. platysema Schr., O. heteropoda n. sp. (R. et H.), O. fruticulosa n. sp., O. cana n. sp., O. algida n. sp., O. rupifraga n. sp., O. melaleuca n. sp., Astragalus atratus n. sp., A. nivalis Kar., Onobrychis pulchella Schr., Umbilicus platyphyllus Schr., U. alpestris Kar., Sedum gelidum Schr., Schrenkia vaginata Fisch., Lonicera Karelini L., L. humilis n. sp., Galium soongoricum Schr., Valeriana globularifolia, Brachyactis ciliata Led., Pyrethrum discoideum Led., Saussurea sorocephala Schr. u. a.

Außerordentlich reich ist die alpine Zone an Wiesen und Weiden, und daher steht sie im ökonomischen Leben der eingeborenen Nomaden an erster Stelle. Den letzteren gehört sie auch unbestritten an, da die Russen, mit Ausnahme friedlicher Eroberer im Dienste der Wissenschaft und weniger kühner Jäger, sich fast nie in diese Zone versteigen.

Die fünfte Zone ist die des ewigen Schnees, welcher mit seiner glänzenden Decke alle Berggipfel dieser Zone bekleidet, wenn nicht ihre felsigen Abhänge so steil sind, daß der Schnee sich nicht darauf halten kann oder nur in einer so dünnen Schicht, daß die brennenden Strahlen der Sommersonne, die sich bis auf 17 Grad dem Zenith des Issyk-Kul nähert, ihn zerschmelzen. Von diesen dunkeln Flecken stammt, wie wir wissen, der kirgisische Name des Gebirges – Alatau. Die Höhe der Schneelinie wurde von Ssemenof überall da, wo er in der zweiten Hälfte des Sommers bis zur Grenze des Schnees vorzudringen vermochte, hypsometrisch (mittelst der Temperatur des siedenden Wassers) bestimmt. Die Resultate vieler Beobachtungen ergaben für den Nordabhang des Himmelsgebirges und die Südseite des „Kungei“-Alatau,

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. Vierter Band. Dietrich Reimer, Berlin 1869, Seite 225. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zeitschrift_der_Gesellschaft_f%C3%BCr_Erdkunde_zu_Berlin_IV.djvu/241&oldid=- (Version vom 1.8.2018)