Seite:Zerstreute Blaetter 6.pdf/210

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ich jetzt von diesem Hain, dem Zufluchtsort meiner Jugend, scheiden soll.

Priyamwada.

Du klagst nicht allein. – Sieh, der Hain selbst trauert, nun die Stunde des Abschieds herannaht. Die Gazelle frißt nicht länger vom gesammelten Kußagrase; die Pfauhenne tanzt nicht mehr auf der Wiese; die Pflanzen im Walde lassen ihre bleichen Blätter zur Erde sinken; ihre Kraft und ihre Schöne sind dahin.

Sakontala.

Ehrwürdiger Vater, erlaube mir diese Madhawistaude anzusprechen, deren rothe Blumen den Hain in Glut setzen.

Kanna.

Mein Kind, ich kenne deine Liebe für dieses Gewächs.

Empfohlene Zitierweise:
Johann Gottfried Herder: Zerstreute Blätter (Sechste Sammlung). Carl Wilhelm Ettinger, Gotha 1797, Seite 188. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zerstreute_Blaetter_6.pdf/210&oldid=- (Version vom 1.8.2018)