Sollen Kinder radfahren

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Titel: Sollen Kinder radfahren
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 19, S. 324
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1895
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[324] Sollen Kinder radfahren? Es hat alles seine Schattenseiten. Man hat solche auch bei dem sonst so gesunden Radfahren entdeckt und spricht und schreibt bereits von „Radfahrerkrankheiten“. Wir wollen auf diese nicht eingehen, denn es sind, genau besehen, Leiden, die infolge jeder Leibesübung eintreten können, wenn man sie übertreibt. Man hat aber auch die Frage aufgeworfen, ob Kinder radfahren sollen. In dieser Hinsicht möchten wir uns der Meinung derjenigen Aerzte anschließen, die wie Dr. A. Winckler davor warnen, Kinder und solche junge Leute, deren Knochenwachstum noch nicht vollendet ist, radfahren zu lassen. Bei ihnen begünstigt diese Art Leibesübung Verkrümmungen der Wirbelsäule und läßt auch Herzleiden zustande kommen. Will man trotzdem ein Kind radfahren lassen, so sorge man wenigstens für eine äußerst leicht gebaute Maschine, deren Maße genau für seinen Körper passen, und dulde nicht, daß es krumm darauf sitze. Außerdem kann auch der Druck, den der Sattel des Stahlrades auf den Körper ausübt, ungünstige Folgen nach sich ziehen. Es hat alles seine Zeit, und so mag auch der Knabe tüchtig laufen, springen und klettern lernen, um dann, wenn sein Körper ausgebildet und gestärkt ist, Maschinen zur Fortbewegung zu benutzen.

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