Ueberall Gold

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Textdaten
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Titel: Ueberall Gold
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 25, S. 296
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[296] Ueberall Gold. An Beweisen, daß Gold sich über die ganze Erde zerstreut vorfindet, fehlt es nicht, und einen der interessantesten hat der an der Münze zu Paris angestellte Chemiker Sage geführt. Die Bäume, Sträuche und vorzüglich der Weinstock ziehen aus dem Boden nährende Säfte an sich, welche in den Stamm und die Rinde übergehen. Verbrennt man das Holz der Rebe, bis zuletzt nur ein kleines Häufchen Asche übrig bleibt, und behandelt man dann eine hinreichende Menge solcher Asche durch chemische Reagentien, so erhält man eine kleine Quantität Gold. Diesen Gold war mithin in dem Boden vorhanden, welcher die Pflanze nährte. Professor Sage hatte durch dieses Verfahren doch so viel Gold gewonnen, daß er fünf Zwanzigfrankenstücke prägen lassen konnte. Zu bemerken ist, daß dieses schöne wissenschaftliche Experiment als industrielle Operation von durchaus keinem Vortheil ist, denn alle Kosten der Gewinnung gerechnet, kam jedes der Goldstücke auf circa 420 Franken zu stehen. Die Kosten überstiegen mithin um das vier bis fünffache den gewonnenen Werth.