Unterirdische und unterseeische Eisenbahn

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Titel: Unterirdische und unterseeische Eisenbahn
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 44, S. 483-484
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[483] Unterirdische und unterseeische Eisenbahn. Die unterirdische Eisenbahn in London, welche unter der Stadt und unter [484] den Straßen hin – etwa 4 englische Meilen lang – zwei Eisenbahnhöfe verbinden soll, ist fertig, wenigstens das Geld dazu da, 300,000 Pfund Sterling das heißt in London so viel als fertig sein. Etwas länger dürfte es mit einer unterseeischen Eisenbahn dauern, die England und Frankreich verbinden soll. Ein Ingenieur hat unter dem Meere, etwa 100 Fuß tief, drei Felsen entdeckt, auf welchen die Eisenbahn ruhen soll. Es werden zwei ungeheure Röhren gegossen und zwischen Frankreich und England in zwei dicht verschlossenen Reifen, auf den drei Felsen ruhend, hingestreckt, vom Lande und von den Felsen aus aber durch Drähte gehalten, welche den dicksten Mannesschenkel an Dicke übertreffen. Die großen Eisenbahnröhren werden noch in Glasröhren eingeschlossen von solcher Stärke, daß kein Anker und kein Stein sie zerbrechen kann. Die Kosten sind geringer, als die einer längst fertigen Eisenbahn, die als die theuerste in der Welt zugleich die gewinnbringendste ist, nämlich die Black-well-Bahn. Unter den vielen Eisenbahnprojekten zur Verbindung von Frankreich und England zeichnet sich noch eine Brücke aus, die durch Luft-Ballons gehalten werden soll. Etwas sehr halsbrecherisch und luftschlösserlich, aber das Projekt liegt ganz vollständig ausgearbeitet vor.