Wann, Rose Deutschland, blühst du auf?

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Textdaten
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Autor: M. W.
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Titel: Wann, Rose Deutschland, blühst du auf?
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 16, S. 249
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1862
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Wann, Rose Deutschland, blühst Du auf?


So oft der Reif von allen Bäumen
Herniedertroff bei lauem Süd,
Und frisch die Saat begann zu keimen,
Erklang auch hell der Lerchen Lied.

5
Und all die tausend Minnelieder,

Dir Einz’gen dargebracht im Chor,
Erflehten neu und immer wieder:
„O Rose Deutschland, sprieß’ empor!“

Nun lacht der Lenz aus Höh’n und Gründen,

10
Die Rebe blüht zu heiterm Sinn,

Und tausend holde Boten künden
Die Blüthezeit der Königin.
Und darf der Lenz mit duft’gen Schwingen
Dir wehen seine Grüße zu,

15
Hör’ auch den Wachtelruf erklingen:

„Nun, Rose Deutschland, knosp’ auch Du!“

Doch sieh, zur Knospe schon gestaltet,
Birgst Du der Blüthe volle Pracht,
Still harrend, bis sie sich entfaltet

20
In einer Lenzgewitternacht.

Schon künden’s tausend Nachtigallen
In sehnsuchtsvoller Töne Lauf:
Bald wird des Lenzes Donner schallen,
Dann, Rose Deutschland, blühst Du auf!

M. W.