Wie das Eckichte Sonne Uhr Stöcklein zu gebrauchen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
Autor: Georg Brentel
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Vnderricht / Wie das Eckichte Sonnen Vhr Stöcklein zugebrauchen / dardurch die Stundt / vnnd Himmelische Zeichen / inn welchem die Sonn jedes mahls lauffent / anzeigt werde
Untertitel:
aus: Vorlage:none
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum: 1609
Erscheinungsdatum: Vorlage:none
Verlag: Vorlage:none
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Lauingen
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons und im VD17 unter der Nummer 12655308L
Kurzbeschreibung: Beschreibung einer Sonnenuhr
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[1]

Vnderricht /
Wie das Eckichte Sonnen Vhr Stöcklein
zugebrauchen / dardurch die Stundt / vnnd Himmelische Zeichen / inn
welchem die Sonn jedes mahls lauffent / anzeigt werde.


Wer brauchen wil die Sonnen Vhr /
Auff disem Stöcklin der merck nur.
Dz er setz nach Compastes Brauch /
Die Magnet Nadel vnd dann auch.
So muß er haben den Bericht /
Welchs da zaiget oder nicht.
Erstlich wöllen wir fangen an /
Von der / die auff dem Grundt thut stan.
Ligt eben auff dem Horizont,Horizontale
Da zeigt der Faden in dem Landt.Ad Ele: pol: 48.
Mit seim Schatten / im Circkl rundt /
Bey Sonnenschein die rechte Stundt.
Das Berlein so am Faden ist /
Zaigt neben auff zu jeder frist.Meridionale
Wo dissen Schatten hinzu geht /
In was Zeichen die Sonne steht.
An zwo seyten ein Zaiger stat /Orientale & Occidentale
Der jeder forn ein Knöpflin hat.
Wohin der Schatt deß Knöpflins sicht /
Das weyßt die Stund / vnd fehlet nicht.
So wol auch der Sonnen Zaichen /
Wirdt der Schatt zugleich raichen.
Darnach auch die Nürnberger Stundt /
Wirdt durch die schlimme Lini kundt.
Oder wie mans sonst nennen mag /
Der Sonnen Auffgang bey dem Tag.
Die Zaiger die stehn allein /
An denen keine Knöpflin seyn.
Ihr langer Schatten jederzeit /
Wie sichs gebürt / die Stund andeut.
Also ist die Vhr angestellt /
Zu zeigen auff all Ort der Welt.

Es sey der Tag kurtz oder lang /
Vnd auch gegen Auff- oder Nidergang.
Gegen Mittag / vnd Mitternacht /
Auff alle seyten recht gemacht.
Vber der Vhr gegen Mittag /
Ist eine stracks dem Polo nach.
Wann man nun dise auch betracht /
Gleich hinden vber Mitternacht / Septentrionale.
So stehet die selb allzumal /
Nach höch deß Æquinoctial. Poluris.
Die halb Kugel so oben an /
Mitten auff dem Stöcklin thut stahn.
Deß Zaigers / den es mitten hat /
Schatten durch schneidt der Sonnen geradt. Aequinoct. Globus.
Da einer von dem Schatten an /
Im Sinn ein Lini ziehen kan.
Auß dem Zaichen zu den Stunden /
So wirdt die Tagszeit gefunden.
Diß ist kürtzlich in einer Summ /
Der Verstand deß Vhrlins ringsherumm /
Wer nur diß Vhrlin brauchet offt/
Findet es selbst wie man verhofft.


Georg Brändel Burger vnd Mahler zu Lawingen.
ANNO DOMINI M. DC. IX.
Brentel Eckichtes Sonnen Uhr Stöcklein 002.png
Brentel Eckichtes Sonnen Uhr Stöcklein 003.jpg
Brentel Eckichtes Sonnen Uhr Stöcklein 004.png