Zu „Eismeer und Tintenfaß“ Nachträgliches

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Titel: Zu „Eismeer und Tintenfaß“ Nachträgliches
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 3, S. 52
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1872
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[52] Zu „Eismeer und Tintenfaß“ Nachträgliches. Jener Artikel ist, wie wir zu unserem Leidwesen erfahren, von verschiedenen Seiten falsch aufgefaßt worden, indem man in demselben eine Abmahnung gegen fernere Unternehmungen von Nordpol-Expeditionen im Allgemeinen erkennen wollte. Das liegt der Redaction der Gartenlaube so fern, wie irgendwelche Opposition gegen vaterländische Unternehmungen. Wir haben einfach gethan, was wir schon so manchmal thun mußten: uns eines öffentlich in seiner Ehre Gekränkten angenommen. Das Verdienst der Herren Payer und Weyprecht würde sicherlich allgemein freudig anerkannt worden sein, wenn dasselbe nicht zugleich zur Zurücksetzung des Verdienstes Koldewey’s wäre mißbraucht worden; das ist um so mehr zu bedauern, als, wie wir aus sicherster Quelle vernehmen, Payer und Koldewey Freunde sind, die recht gut wissen, was sie an einander zu achten haben.

Die offene und männliche Aufklärung, die wir Einem der zunächst Betheiligten hierüber verdanken, bezieht sich auch auf den unleidlichsten Theil des Zwistes die Geschichte von den dreitausend Thalern. In der „General-Rechnungs-Ablage über A. Petermann’s Nordpol-Expeditionen“ finden wir darüber folgende Stelle: „Die freie Disposition über diese dreitausend Thaler hatte ich bei Abgabe der von mir beschafften beiden Schiffe (‚Germania‘ und ‚Hansa‘) an unsern deutschen Nordpol-Verein in einer Sitzung zu Bremen am 8. Mai 1871 mir ausdrücklich vorbehalten.“ Wenn nun ursprünglich auch dieser Vorbehalt die Absicht nicht ausschloß, für vielen Zeit- und dadurch Erwerbsverlust, den die Agitationen für diese Fahrten verursachten, entsprechende Entschädigung zu sichern, so hatte doch, noch ehe die Zeitschrift „Hansa“ die Notiz über diese Sache brachte, Dr. Petermann die ganze Summe zur Förderung der Nordpolforschungen bestimmt. Namentlich hat er sie Weyprecht und Payer angeboten, falls sie eine Ueberwinterung in Ostspitzbergen oder Nowaja Semlja wagen wollten. Da aber Beide an dem Recognoscirungs-Charakter ihrer Fahrt festhielten, so sagte Petermann diese Summe der größeren Expedition dieses Jahres zu, für welche der österreichische Graf Wilczek bereits dreißigtausend Gulden bestimmt hat.

Möge auch dieser Fahrt sich die öffentliche Theilnahme werkthätig zuwenden! Wie zur Wahrheit, wird auch zum Nordpol auf verschiedenen Wegen vorwärts gestrebt, und schließlich ist nur ein Weg der rechte. Sollen darum all die muthigen Männer, die den rechten Weg verfehlten, als Verdienstlose dastehen? Und sollte es nicht auch einige Berücksichtigung verdienen, ob Einer für eine Sache sein Leben, oder nur eine Ansicht einsetzt?