Zum Kindermaskenball

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Titel: Zum Kindermaskenball
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 2, S. 100 a
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[100 a] Zum Kindermaskenball. „Einfach in der Bewirtung, lustig in der Veranstaltung“ – das sollte die Devise jedes Fastnachtsbällchens sein. Wir geben als Beitrag dazu eine Sträußchen- und Ordentour, die zum Schluß des Festes eine große Wirkung erzielen wird und sich sowohl durch Eigenart als Billigkeit auszeichnet. Die Materialien sind Gold-, Glanz- und Seidenpapier, Blumendraht, 1/2 Pfund englische Drops, ein Dutzend Tafelfeigen und Datteln, eine Handvoll Malagatrauben, ein Körbchen Grün (Buchs, Moos oder Epheu).

Zuerst die Sträußchen. Man schneidet fingerlange Drahtenden, glüht sie am Licht an und spießt schnell je eines der Drops daran. Nun kommt in die Mitte des Sträußchens eine Papierrose dann ringsum Grün, in welches nun die rot, gelb, weiß, grün schimmernden Drops wie Knospen eingefügt werden. Ein wenig übriges Christbaumsilber dazwischen gemengt, erhöht den Effekt sehr.

Für die Ordenssterne schneidet man eine Grundform von Pappe und beklebt sie so schön als möglich mit sternförmigen Scheiben von Gold- und farbigem Glanzpapier. In die Mitte heftet man mit dünnem Faden eine große Feige oder Dattel, in die Strahlen werden Beeren von Malagatrauben eingefügt. Oben ein rotes Bändchen mit Stecknadel, gerade wie bei den wirklichen Kotillonorden.

Den Rest von Grün, Papierrosen und Christbaumsilber verwendet man zur Auszierung eines flachen Korbes, auf dem das Ganze aufgebaut wird. Eine große Schwester oder auch die Mama tritt verschleiert als Prinzessin Karneval ein, sagt vielleicht noch ein paar luftige Verse mit Anspielungen auf die hoffnungsvolle Schuljugend, ermahnt zum Schluß die „Herren“, die Bonquets auch richtig den „Damen“ abzuliefern und sie nicht etwa selbst zu essen, und giebt dann den Schatz preis. Das Entzücken der kleinen Gesellschaft, nun auch einen Kotillon zu haben, ist groß, aber beinahe ebensosehr die vorhergehende Freude der Hauskinder, die natürlich bei Herstellung dieser sehr hübsch aussehenden und gut schmeckenden Orden mitgeholfen haben!