Zur Geschichte der Judenverfolgung in Constanz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
<<< >>>
Autor: Gustav Schwab
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Zur Geschichte der Judenverfolgung in Constanz
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch I, S. 22–23
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Karlsruhe
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons und Google
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[22]
Zur Geschichte der Judenverfolgung in Constanz.

Gegen Mitte des 14. Jahrhunderts verbreitete sich in Constanz das Gerücht, ein Christ habe die heilige Hostie an Juden verkauft und eine fanatische Magd schrie: „Der Leib Christi wird von den Juden entsetzlich gemartert!“ – Sogleich ergriff das rasende Volk die nächsten besten Hebräer und schlachtete sie mit dem Beile, wie Stiere; zwölf wurden verbrannt, zwölf in den Rhein geworfen. Einige vornehme Bürger von Constanz [23] hatten den Muth, sich der übrigen anzunehmen und sie zu retten. Man schalt sie von den Juden bestochen und der Geschichtschreiber erzählt, es sey ihnen im Leben nichts mehr geglückt und der Himmel habe ihre Vertheidigung der Verworfenen mit einem frühen Tode bestraft.

(Siehe Gustav Schwabs: „Der Bodensee nebst dem Rheinthale etc.“)