Eine ander Geschicht zuo Costanz beschechen

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Textdaten
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Autor: Ernst Julius Leichtlen
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Titel: Eine ander Geschicht zuo Costanz beschechen
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch I, S. 22
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Originaltitel:
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Quelle: Commons und Google
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Eine ander Geschicht zuo Costanz beschechen.

Anno Domini 1293 do was ein Burger zuo Costanz, der was eines guoten Geschlechts, der hieß Heinrich am Grieß, der fieng sich selbst, und beschloß sich in sin eigen Hus; das Hus heißt das Gmal-Hus am obern Markt, und der schluog sin Wib und Kind und all sin Gsind us dem Hus, und er thät das darumb, dann sin Wib wollt ihn nit lassen noch vergunnen, das Hus zu verkofen, dann er hat es ihr zuvor versetzt, und beleib (blieb) also im Hus einig (allein), daß er darus nie kam in zweien Jahren und zechen (zehn) Wochen, und war (wurde) ihm in das Hus zu essen bracht, so aß er, und wenn man ihm nüntz (nichts) bracht, so irret er (that er wie verwirrt) und aß nüntz. Und hernach, do ihm von dem Wib erloubt war, das Hus zu verkofen, do gieng er herus und verkoft es und gab das Hus um 30 Mark Silbers (etwa 700 fl. nach heutigem Werthe) und dasselbig verthät er gänzlich in zwei Jahren, und gieng darnach herumb und bettlet.

(Mitgetheilt aus einer handschriftlichen Constanzer Chronik, von Julius Leichtlin im Freiburger Wochenblatt 1825.)