Zur Organisation der Arbeit

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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Zur Organisation der Arbeit
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 13, S. 153
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[153] Zur Organisation der Arbeit. Der Baron Fourment, Senatsmitglied in Frankreich und Besitzer einer Manufaktur zu Cercamp im Pas-de-Calais hat in letzterer seit nunmehr 30 Jahren das System der wechselnden Tag- und Nachtarbeit (alternation du travail de jour et de nuit) eingeführt: das heißt seine Arbeiter sind in 2 Hälften getheilt, von denen die eine von Nachmittag 1 Uhr bis Nachts 1 Uhr, und die andere von da bis Mittag 1 Uhr arbeitet. Dieses System (welches in ähnlicher Weise auf den Schiffen herrscht, wo die Mannschaft in Tag- und Nachtwachen getheilt ist, und welches den drei Tagschichten unserer Bergleute entspricht) hat sich in dieser langen Zeit vollständig zu Gunsten der Gesundheit von Fourment’s Arbeitern bewährt. Dieselben brauchen hier nur 12 Stunden zu arbeiten; sie können während 6 von den übrigen Stunden die freie Luft und das Tageslicht genießen, ihre Gärtchen bebauen u. s. w. Dagegen sind die Arbeiter in benachbarten, blos bei Tage arbeitenden Manufakturen genöthigt, täglich vierzehn Stunden <von Früh sechs bis Abends acht Uhr) zu arbeiten und dabei, mit Ausnahme des Sonntags der freien Luft und Sonne fast gänzlich zu entbehren; sie sind daher auch weit schwächlicher als jene und erkranken weit häufiger. Das „Journal des connaiss. médic. etc.“. welches (1854 No. 11.) diese Thatsachen in einem eigenhändigen Briefe des Herrn von Fourment mittheilt, macht den Vorschlag, dieses System sechsstündiger Tag- und sechsstündiger Nachtarbeit in den Staatsanstalten, Arbeitshäusern etc. einzuführen.