ADB:Gedon, Lorenz
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Gedon: Lorenz G., Bildhauer und Architekt, geboren am 12. November 1848 zu München, als der Sohn eines Tändlers und Auctionators, † am 27. December 1883. Ein günstiger Zufall führte den Knaben frühzeitig zu dem Bildhauer Jos. Otto Entres (geb. am 13. März 1804 zu Fürth, † am 18. Mai 1870 in München), wo sein angeborener Sammeleifer förderliche Nahrung fand und die Pietät für alle Erzeugnisse der alten Kunst gepflegt wurde. Entres war ein umsichtiger Kenner altdeutscher Holzsculptur, er hatte die Gabe, Verständniß und Empfindung dafür auch bei Anderen in gleichfühlender Weise zu wecken. Im Besitze einer auserlesenen Sammlung vorzüglicher Schnitzwerke, welche er mit größtem Eifer auf fortwährenden Reisen und mit Aufwand aller seiner Mittel zusammengebracht hatte, legte er, wie ehedem Francesco Squarcione in Padua, dieses kostbare Material seinen zahlreichen Schülern als Bildungs mittel Vor, ließ sie danach copiren und wußte, obwol ihm das Wort nicht willig und wohlgefügt vom Munde ging, die innere Gluth der Begeisterung erwärmend in Andere überströmen zu lassen. Dabei war Entres obwol im innersten Herzen, wie ehedem Fr. Hoffstadt (geb. 1802 zu Mannheim, † am 7. September 1846 zu Aschaffenburg), dem Spitzbogenstil mit patriotischem Eifer zugethan, doch gegen die Producte anderer Perioden nie ungerecht; er ließ jeder Zeit ihr Gutes und zog alles zur nützlichen Erklärung, Beleuchtung und Gegenwirkung gerne in sein Bereich. Was ihm für seine Zwecke erreichbar und dienlich schien, sammelte er, wenn nicht zu bleibendem Besitz, doch zu Tausch und Weitererwerb brauchbar, und speicherte diese Schätze durch sein ganzes Haus, bis er endlich, altersmüde und krank, alles auf einen Schlag in einer Riesenauction (1868) wieder auflöfte und zerstreute, wobei er freilich, unfähig sich davon zu trennen, einen Theil seiner Lieblinge wieder zurücknahm. In dieser artistischen Atmosphäre und Vorschule saß G. fünf Jahre: sie bildeten das Programm zu seiner weiteren Thätigkeit; sein folgendes Schaffen und Sammeln ward dadurch bedingt und erhielt seine Richtung. Dann ging G. (um 1862) auf kurze Zeit zu dem gewandten Ho1zbildhauer Joh. Petz (geb. am 16. Mai 1818 zu Lermoos, † am 7. März 188O in München), der sich indessen damals, weniger als Plastiker thätig, einer gewaltigen Baulust hingab und wohnliche Häuser aus der Erde entstehen [259] ließ, um selbe gleich wieder für neue Projeete loszuschlagen. Auch diese Erfahrung machte sich G., wenn auch in ganz anderer Weise, später nutzbar, hielt aber, da nichtos Neues zu lernen war, hier nur kurze Zeit aus, ebenso in der Mayer’schen Anstalt und bezog dann die Akademie, um unter der Leitung des Professor Max Widnmann in die Schönheit der Antike eingeführt zu werden. Der krausköpfige Kunstjünger, welcher durch sein eigenwilliges Kennen und Können seine bisherigen Lehrherren und Arbeitgeber, bei denen er „in Condition“ gestanden, überrascht und piquirt hatte, brachte neben allerlei, den akademischen Anfängern meist mangelnden, praktischen Vorkenntnissen, eine unverwüstliche Zuversicht mit und trotz den fühlbarsten Lücken ein juveniles Selbstbewußtsein, welches seine jungen Freunde enthusiastisch mit sich riß. G. aber hatte den glücklichen Vorzug, daß er den beim Ringkampf um die höchsten Ideale unvermeidlichen Zwiespalt zwischen Wollen und Aus8führung nicht katzenjämmerig auf seine Umgebung wirken ließ, sondern sich trotz aller Niederlagen, mit ungeschwächtem Eifer immer wieder begeisterte. Es brannte in ihm ein ungezügeltes Feuer, wie zur Zeit der „Sturm- und Drang-Periode“ unserer Litteratur, es blitzte und kochte über, es sprudelte, quoll und dampfte, oft hexenküchenmäßig, koboldartig, titanisch. Daß für Philister, Zwerge und andere ruhige Erdenbewohner der Verkehr mit angehenden Titanen, welche sich gerade am wenigsten durch Höflichkeit auszuzeichnen gewillt sein sollen, von jeher nicht immer erquicklich und erfreulich war, liegt auf platter Hand. Während seines Aufenthaltes an der Akademie fertigte G. viele Entwürfe, Von denen nur Weniges in die Oeffentlichkeit kam, erst 1866 brachte er einen schön modellirten „Barbarossa“ (etwa drei Viertel Lebensgröße), an welchem besonders der durchgebildete Kopf auffiel, in den Kunstverein, auch den originellen Pokal für den akademischen Gesangverein (Zeichnung dazu in der sogen. Maillinger-Sammlung) und hatte die Kühnheit, bei der Concurrenz um das Nationaldenkmal für den König Maximilian II. mit Hähnel, Kreling, Widnmann, Brugger, Zumbusch und Schilling die Wette zu wagen. Sein Project blieb unvollendet, da G. bei dem inzwischen (1866) ausgebrochenen Kriege seiner Militärpflicht genügen mußte, zeigte aber schon die ganze decorative Kraft und Tendenz des jungen Plastikers, welcher mit Beseitigung des seither unentbehrlichen architektonischen Aufbaues, auf einem nur aus etlichen Stufen bestehenden Sockel eine von Löwen gezogene Quadriga erdachte, Von welcher der Herrscher, von der allegorischen Gestalt des „Friedens geführt, seinen hochherzigen Willen dem Volke verkündet, während die Personificationen des Handels, der Industrie, Wissenschaft und Wohlfart in zwei Hälften dem seltsamen Gefährte ihr Geleite gaben. Die Hauptgruppe (wobei der König die linke Seite einnahm) war ebenso klar gedacht, wie das Damen-Cortege mit den Löwen unvermittelt und ohne Linienwirkung einherwimmelte, so daß das Ganze wohl bei einem mit malerischem Detail Vorüberrauschenden Festzuge eine überraschende Wirkung erzielen, nicht aber bei einem stabilen Denkmal den imposanten Eindruck behaupten konnte, welcher der monumentalen Plastik in erster Reihe zukommt. G. bewies damit, wie überhaupt mit der Mehrzahl seiner Schöpfungen, eine eminente Begabung zur decorativen Improvisation – einer seiner getreuesten hat ihm zutreffend den humoristischen Beinamen eines „Reichstapezierers aufgebracht –, bei welcher ebenso das architektonische wie das plastische und malerische Element gleichmäßig zur Sprache gelangt und dem Auge des dilettirenden Betrachters ein höchst angenehmer, geradezu fascinirender Reiz bereitet wird, ohne daß jedoch weder ein Baukünstler, noch Hin Bildner oder Maler als Fachmann dadurch bleibend befriedigt werden önnte. y
17* [260] “ Vom „Altdeutschen“ ausgehend, durch die Antike tbandernd, wurde G. auf seiner artistischen Entwicklung naturgemäß in die damals wieder zu Ehren kommende „Renaissance“ getrieben, welche indessen, wie überhaupt ein Theil s der Münchener Schule, zum unnationalen Barock- und übermüthigen Rococound „ZopfSystem hinüberneigte und alsbald mit dem hochnäßig-leeren „Empire Stil liebäugelte, woraus die völlige Willkür der neuesten„Jugend’s entsproßte. G3 fühlte das Dilettantische dieses geistreichen Geflunkers und den Mangel des historischenErnstezs und tieferen Studiums in dieser „modernen“ Richtung; ihm mangelte nicht der gute Wille, wol aber die Geduld und Zeit, welch letztere nur zu freigebig und verschwenderisch mit lustiger Kneipgenialität nutzlos und unwiederbringlich verplempert wird.
Zu den schönsten Leistungen zählt wol der „triumphirende Ritter Georg“, . womit G. eine Preaufgabe der Akademie 1868 löste; eine verkleinerte Wiederholung (gegossen von Herzner und ciselirt von Halbreiter), kam 1872 in Besitz des Prinzen Otto. Dann modellirte G. 1869 verschiedene Büsten (noch 1882 eine Richard Wagner’s) und concentrirte seine Kraft auf allerlei Gewerbliches, wie die reichen Zimmereinrichtungen für Baron Todes co, den baulustigen Major V. Lutz, Atelier und Bibliothek für die Gräfin Arco-Valley u. dergl., entwarf zur Feier des Sieges bei Sedan eine nicht sehr glückliche, schlotterige „Germania“ und inscenirte die glänzende Trophäe Vor der Akademie beim Einzug unserer Truppen (1871), eine ganz virtuose Leistung seiner Decorationsgabe; zeichnete Grabdenkmale, modellirte Figuren zu den Oefen von Hauberrisser’s neuem Nathhauis, arbeitete mit bei den ebendaselbst errichteten Gedenktafeln zur „Erinnerung tm die im deutsch-französischen Feldzug gefallenen Münchener“ (diese Gedenktafeln im Atrium des neuen Rathhauses sind entworfen von G. Hauberrisser, ausgeführt von Steinmetzmeister Weigl, die Trophäen und Kränze modellirte Gedon, A. Halbreiter besorgte den Bronzeguß), zauberte Häuserfac;a4den mit decorativen Figuren und Sculpturen, darunter leitete er auch die Erweiterung und den Umbau des Hauses für den Grafen v. Schuck (jetzt mit der berühmten Galerie Eigenthum des Kaisers Wilhelm II.), eine Arbeit, welche 1872–1874 durchgeführt wurde. Das Publicum blieb stutzig, die Kritik, wenn auch nicht so „einstimmig Verurtheilend“ wie der Berichterstatter in Lützow’s „Zeitschrift“ (1Ic, 238), doch mehr als rückhältig mit dem von anderer Seite nur zu beifällig gespendeten Lobe. Der Tadel, daß G. über die einfachsten Regeln der Statik doch gar zu kühn sich weggesetzt habe, ist gewiß nicht unbegründet. G. sei, so hieß es beiläufig, ohne Frage ein bedeutsames Talent, aber es fehle ihm am künstlerischen Wissen und am richtigen Gefühl für das Maaß des Erlaubten; Vor allem thue ihm Studium noth, denn alle Begabung ersetze nicht dasselbe u. s. w.
Andere Bauten, welche G. gleichfalls fa(;adirte, z. B. das Palais der Herren Schön und Heyl in Worms, die Villa Meggendorfer, das Eymannsberger Haus am Rindermarkt, des Bankier58 Ruederer am Marienplatz und das Hstel Bellevue (mit dem schwerfälligen, Völlig unvermittelten Portal), auch die unausgeführten Projecte zum Kunstgewerbehaus in München und Berliner Reichstagsgebäude tragen fast alle mehr oder minder die angedeutete Signatur. Bei aller Hochachtung für Gedon’s Talent, sein Wollen und Können, muß man doch gegenüber seiner architektonischen Thätigkeit einige Reserve beobachten. Als G. aus dem Leben schied, war der Künstler weiter gereift, aber noch nicht fertig; bei seinem rast1osen Arbeits drang hätte er sich wohl noch mannichfaltig geklärt und geläutert. Er war eine zu ehrliche und gesunde – Natur, als daß ihn diese theatralische Effecthascherei in die Länge befriedigt hätte. Der Schwerpunkt seiner Verdienste fällt überhaupt nicht in die [261] Architektur- Seine decorative Begabungverleitetejihn zu Mißgriffen. Diese, häufig ganz unnationale, aus allen Stilarten gemischte, mit dev sogenannten „Renaissance“ getriebene Willkür, erinnert an die kctuderwälsche Sprachmengerei und Wortverwilderung, welche inmitten des?(V1l. Jahrhunderts unsere Litteratur überfluthete; eine solche Confusions ziemt saber nicht als geistiger Ausdruck eines neuerstandenen Volksbewußtseins.s Ein Schriftsteller, welcher heut zu Tage in der Sprache des Philander von Sittewald, im Schwulste eines Daniel Lohenstein oder Hoffmann von Hoffmannswaldau und Christoffel von Grimmelshausen schreiben wollte, würde keinen Leser und Zuhörer finden. Aber im Bereiche der Kunst Verlangt man von uns Bewunderung für solche äquivalente Mißgriffe. Glücklicher war G. im Gebiete der deeorativen Sculptur und Einrichtung einzelner Säle, z. B. im fürstlichen Schlosse zu Dessau, insbesondere aber in seinen Erzeugnissen für das Kunstgewerbe, obwol auch hier eine fieberhafte, prickelnde Unruhe und Hast fast alle seine Schöpfungen, selbst die sogenannte „Hubertus Uhr“ durchzittert. Es war, als hetze eine dräuende Ahnung der ihm gesetzten kurzen Spanne Zeit den Künstler vorwärts und weiter, der mit einem von staunenswerther Leichtigkeit unterstützten Fleiße das Verschiedenartigste ergriff; Während seine rastlose Phantasie an Ueberraschungen arbeitete, behielt er noch genügende Fonds, um gleichsam spielend, jene decorativen Inscenirungen auf den Auß- stellungen zu Paris, Wien und München und bei unzähligen anderen Anlässen zu arrangiren, in welchen er sein Ingenium bekundete in glänzendster Weise, die freilich das Mißliche hat, daß sie augenblicklich viel angestaunt und bewundert, gleich der Kunst des Mimen und Virtuosen, wiederverschwindet und Verduftet und nur in Verblaßter Erinnerung bei den Zeitgenossen ein kurzes Fortleben genießt. Hier war G. am größten. Für diese opferwilligen Leistungen verdiente er reichlich Dank und Bewunderung, auch in Form von Ordensauszeichnungen, und Decorationen von Baiern, Preußen, Oesterreich und Frankreich erfolgten, ohne daß jedoch der Künstler darauf absonderlich geachtet oder davon Gebrauch gemacht hätte. Sein Name gewann durch diese Expositionen den universell-populären Klang, welcher rückwirkend seinen plastischen Erzeugnissen zu statten kam.
Es wäre wirklich eine Pflicht der Pietät, alle diese oft nur in den flüchtigsten Umrissen hingeworfenen Skizzen und Ideen in den unts heute zur Reproduction verfügbaren Mitteln wiederzugeben und in einem die gewöhnliche Form weit überbietenden Album zu publiciren. Auch die Mißgriffe und Irrungen eines solchen Genius sind lehrreich und bei richtiger Betrachtung gewinnbringend. Einzelnes hat die „Zeitschrift des Münchener Kunstgewerbe- Vereins gelegentlich abgebildet, z. B. einen „Lustre und Wandarm“ (1877, Tafel 31), ein „Lesepult“ (1878, Tafel 16), die von Professor Dr. Sepp eines eigenen Vortrags gewürdigte „Hubertus Uhr“ (1881, Tafel 33), welche als Ehrengeschenk der Stadt München für das Bll. Deutsche Bundesschießen gereicht wurde (modellirt von L. Gedon und J. v. Kramer, ausgeführt in Bronze und Silber von Karl Winterhalter, gewonnen von Al. Dandl in Landshut; aufgestellt bei der Internationalen Kunstausstellung 1888), der „Kaminaufsatz“ im großen Saale des Münchener Kunstgewerbehauses (1882, Tafel 7) und die schöne „Thüre“ für den Prachtbau des Commerzienrathes Heyl zu Worms (ausgeführt von J. V. Kramer und L. Bierling), (1884, Tafel 1). Ein ähnliches Thor erwarb aus Gedon’s NachlaßP Dr. Hirth für sein in der Louisenstraße, nächst den Propyläen gelegenes Familienhaus, zu dessen Einrichtung G. die Hauptdirective gegeben hatte. [262] I von König Ludwig II. wurde G. vielfach bei Ausschmückung des Linderhoftz-8 und Chiemsseschlosses mit Aufträgen betrgut, ’insbßsondßre bei der AnxrtrFz 1gddßs beruhmtent?Zrachttsaßietsl(x)gl. 3„1l;tzFwbs. Zßttschrtst 18673Cz L’7lll5 – . , e en ornamen a er un gurt er er ema e ganz au e on’ Hand hervorging. Seltsamerweise soll eine Fahrt in demselben, inLßbesondere durch die erschütternde Gegenwirkung des rückwärts angehängten osaunenengels nicht zu den Freuden des Lebens gehören. s Zu Gedon’s weiteren Arbeiten zählen Viele GrabdeL1kmale,. z. fißr se Familie Seckendorf, Kaulbach (1876) und Riedinger 1881 m ugs urg, das Project zu einem Liebigdenkmal und andere Leistung?, darunter auchAder Löwe mit dem bairischen Wappen auf dem Starnberger alondampfer. uch das Entstehen des sogenannten Paulusmufeum zu Worms und dessen innere Atisschmückung war Gedon’s Werk. Zahllose Zeichnungen für .Gewerbemeister, SchmLIdß, Weber u.l af zu un.d Zter dkfs Lebe.t;ls, zts f-dskßle;gx1;l:en (Jestsl.tung von o nräumen ie erte eme 1mmer ere1twi rge ea tg er . .„zn emem Hause und Atelier sammelte ey eine kostbgre Menge d.er seltensten Alterthü.mer, Prunkgeräthe und allerlei subtrle Erzeugmsse der Klemkunstf welche er wteder plötzlich losschlug, um aufs neue mit verdoppeltem Et Hr frische „Schätze zusammenzutragen – ein eigenes Museum, welches er sorglich zur Stcherung der Zukunft für seine zahlreiche Familie ordnete und bestellte. Sonst war ihm das Geld ein ziemlich gleichgültiges Ding, er hatte kaumh einen ameren Begriff davon als daß es Chimäre sei– es flog herein und inaus. eine Meinung solltEn auch die AuftraggebeE theilen. Nicht selten überschritt er seine Voranschläge und widerlegte so, weni.gstens indirßcs aber gründlich, den herkömmlichen Aberglauben, daß em Rena1ssancebau brllrger zu stehen komme als die „theuere Gothik“. Wenn es nur gut und schön nach seiner Intention wurde, alles weitere blieb ihm gleichgültig. Desk-halb änderte er immer wieder, riß yücksichtölos nieder, .bis es seiner Meinung unh sejts.er Ansicht genüg.te. An stch Le.lbst dschte Fr msht.S Dur;hadus xlbstlos `beM xarkftets I-ellßstl?)ef;1hL war er emen reun en em prege er reue, em u er un ort e
fleißigsten Schaffens, aber auch der fröhlichsten Geselligkeit. Jhne1Esdecorirte er, schon den Tod im Herzen, ihr neues Kneiplocal. Die grünen ewinde unh Kränze hingen noch frischduftig an den Wänden, als ihn das längst mtt ftoischer Ruhe erwartete Ende von seinen qualvolsen Leßdsn ;rtzste. JCr der stillen östlichen Ecke an der Arkadenreihe des süd ichen aten ampo ant:) betteten sie ihn zur letzten Ruhe; ein originelles Denkmal steht darüber. Bet seinem Begräbniß zeigte sich ein Wetteifer von Theilnahme, wie sie außer Franz v. Seitz Vordem nur Wenigen erwachsen war (vgl. Nr. 360 d. „Augsb. Abendztg.“, 31. Dec. 1883, und „Münch. Neueste Nachrichten“, 1. Jan. 1884). Gedon’s Kunstsammlungen wurden am 18. Juni und den fTlgenden Tagen 1884 versteigert. Der mit Gedon’s Porträt nach F. A. V. Kaul ach und Vielen Illustrationen von Lossow, R. Seitz u. a. ausgestattete Katalog, umfaßte 1257 Nummern, welche ein überraschend hohes Resultat ergaben. Vgl. die Nekrologe von D1-. G. Hirth in Nr. 362 d. Münch. Neuesten Nachrichten, 28. Dec. 1883; Nr. 2 d. „Augsburger Sammler“, 5. Jan. 1884; Beil. 6 d. Allg. Ztg. 1884 und Beil. 67 d. Allg. Ztg., 7. März 1884; Dr. Fs. Schnetder tm 5. u. 6.. Hefte .d. „Zettschrtst des Kunst- Gewerbe-Verems für 1884; Kunstverems Verrcht für 1883, 6sxh ff.; Nr. 2116 d. Illustr. Ztg., Leipzig, 19. Jan. 1884– Ludwig iet in Paul Lindau’s „Nord und Süd“, Juli 1884 (mit Porrrät nach F. Lenbach); Regnet in Lützow’s „Zeitschrift“ 1884.?L1?c, 251 ff. – G. Hirth, Franz [263] v. Seitz und Lorenz Gedon. Festrede, München 1884. – Fr. Pecht, Aus meiner Zeit, 1894. ll, 246 ff. – Singer 1896. 1l, 21. f