ADB:Hermann der Damen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hermann der Damen“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), ab Seite 163, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hermann_der_Damen&oldid=588715 (Version vom 24. Dezember 2009, 18:11 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Hermann (Übersetzer philosophischer Werke)
Band 12 (1880), ab Seite 163. (Quelle)
Autor [[{{{9}}}|{{{9}}} in Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Januar 2009)
Nach PND-Nummer Suchen
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Hermann der Damen, Dichter, auch Hermann von der Dame genannt, führte seinen Namen von dem Flüßchen Dahme, welches bei Köpnik in die Spree fällt. Die norddeutsche Heimat verräth auch seine Sprache, die zwar nicht niederdeutsch ist, aber von der oberdeutschen vielfach abweicht. Er dichtete noch bei Lebzeiten Konrads von Würzburg und des Meisners, also vor 1287 und führte ein wanderndes Leben, welches ihn an den norddeutschen Höfen herumbrachte; so rühmt er den Markgrafen von Brandenburg, Otto mit dem Pfeile († 1308), den Grafen Heinrich von Holstein († 1310), den Herzog von Schleswig, Waldemar (1272–1312); aber auch nach Süddeutschland muß er gekommen sein, da einer seiner Sprüche Beziehungen zum Grafen von Ravensburg verräth. Er war ein älterer Zeitgenosse Frauenlobs, den er als jungen anmaßenden Mann ziemlich scharf zurechtweist. Wir besitzen von ihm außer einem religiösen [164] Leich eine Reihe von Sprüchen, deren neue Töne er nach dem Vorgange älterer Dichter durch eine religiöse Strophe einweiht.

v. d. Hagens Minnesinger, 3, 160—170. 4, 742—–744. Bartsch, Deutsche Liederdichter, 2. Aufl., S. LXVII. Germania 24, 18.
K. Bartsch.
Persönliche Werkzeuge