ADB:Heverlingh, Tilemann

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Artikel „Heverlingh, Tilemann“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), ab Seite 344, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Heverlingh,_Tilemann&oldid=553940 (Version vom 24. Dezember 2009, 18:53 Uhr UTC)
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Heverlingh: Tileman H. (auch Heverlingk, Heverlingus), in Göttingen geboren, lehrte 1501–1506 als Ilsg. :utjum und B8(JOzr11–jus t110o1. in Rostock und war Rector der Regentie Rubens Leo, aber nicht der Universität. Er galt für einen der gelehrtesten Rostocker Docenten, Bartold Moller (Molitormä), – Albert Krantz, der Poet-1 I.8u1eAtus Heinrich Boger, der Theolog Gherard Frilde (Brilde, Frildius, fechsmal Rostocker Rector zwischen 1495 und 1512s) suchten seine poetische Empfehlung für ihre Werke und er gewährte sie für Moller´s Rostocker Donat von 1505, zu dem er wahrscheinlich auch die Co*rrecturen lieferte, für Krans 81)jr:1.11t.jsj111un1 o1)us(3u1um j11 0kk’1cjum I1is0 von 1506, für Frildrn’s 1J1er(:jtjum mstz1–js :u–tjs und Boger’s Etherologium von 1506. Am Schlussc des Donat übersetzte er seinen Namen in Humanistenweise 1.ey–:111eus. Seine Verse sind wie der anderen Lateindichtsr jener Zeit. Er las und erklärte die lateinischen Dichter, namentlich Juvenal, in niedersächsischer Sprache; leider ist uns davon kein Rest erhalten. Am bekanntesten ist er durch seinen Streit mit dem t–twas hochkahrenden, wandernden Humanisten Hermann Buschiues (Allg. Deutsch. Viogr. III. S. 037 „von dem Busch“, richtiger: von dem B11ssche) geworden, der wahrscheinlich 1501 (jedenfalls nicht 1503 wie Krabbe will- in Rostock war und mit in Streit gericth, weil er durch die lateinische Interpretation derselben Schriftsteller dessen Doziren störte. Bussche scheint weggewit–se1–1 zu sein und rächte sich durch eine Serie von Ls Epigramn1t–n, dies rr erst 137 in Leipzig als „00S11–us j11 I’j1enr11111un1 l–10US1’1j11gju1ll 1Tubeir.0011js 11ect01sen1 1TOst0(:1;j(:118011r“ drucken ließ. Vielleicht hat er, die Schreibweise der Zeit benutzend, absichtlich statt Hev crling euerling (Miethli11gd drucken lassen. In der Humanisteu-Lit1eratur, die stü11digPart1–i gt–genH. genommen, wird stets ..00St1–um–s oder „0est1–u1–11 s0i–1jcur11*– citirt. Die übrigen Lebensumstände Heverli11gh’s sind uubekamit, er könnte vielleicht nach Boger’s Cthero1. Fo1. O2 Archiregt–11s in Braunschweig vor seiner Rostocker Stellung gewesen sein. Mohnike (Ulr. H11ttcu’s J11gendlebt–n) und Ed. Böcking(l–ll1trc411j 01-e10 1ll. zt. 52) stimmen darin überein, daß die s. Elrgie von Huttentz L. Buch der (gure18e Ste.- vou 1s1s ..-t(1 l)11j10r.-0mi-un1 s1u011tr1111 an Tilemann Heu erling gericht1–tsein werde. Da Heverli11gh heißt, ist die Sache sicher, Hutten übersetzte- den Namen als „den sich brüfteuden, überhebendt–n“ in 1’11j101.-01111-uu;. wirst ihm eine bisfigr Zunge und anscheinend auch Brotneid vor. S. die Nachrichten bei Krabbe, Univers. Rostock, S. 2c.31, der aber Levancus nicht erkannte. Lisch, Jahrb. –1, S. 78 u. 79; 9, S. 481. Ueber den Streit mit Buschius s. Allg. Deutsch. BiOgr. III, e.3I3ts mit den Corre–ctureu 1R’, 7Cs. – Daß Vuschius ein von dem .Bussche sei, beweist noch. Voger, Etherol. (Allg. Deutsch. Viogr. 111, 39), Fol. 1Os wo in der 1-:11–1egj1–js :tt1 1c)-ic1jsj111un1 1101–11r11111un1 l“3usc11jun1 die Verse Vorkommen: -.l–1j0 Ost c1eun0– ri(1es ll(z1–11r1111111S- l“3118(:11i:1 i11 .–!rrt sieec:j1-11118 rwiit12 sl.(3111111ä1-O 1D:1t1–js 0mi1S“ und „(:1-1m01–js j11(1e 11c1yos etc. Ter Vorname Clamor herrscht noch im Geschlrchte von dem Bussche. Das Gedicht war von Boger 1sO1) in Bologna Hermann überreicht.

Krause.
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