ADB:Hirzel, Ludwig (Hebraist)
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Hitze!: Ludwig H., alttestamentlicher Exegt–t, geb. am 2s. August 1801 zu Zürich, 3– am 1s. April 18–x1. Er stammte aus der seit dem vorigen Jahrhundert im Kanton Zürich angesehenen Familie, aus welcher so manche Gelehrte und Staattzbeamte hervorgingen. Sein Vater, HeinrichH. (s. o. S. 496), Professor der Philosophie am Carolinum zu Zürich, ist als Schriftsteller bekannt. Er besuchte das Zürcher Gymnasium und später das Carolinum daselbst, wo er in eine freiere Richtung der Theologie eingeführt wurde. Auf deutschen Universitäten setzte er seine Studien, welche sich vornehmlich auf daß alte Testament und einige morgenländische Sprachen richteten, fort und promovirte zum Toctor der Philosophie. Nach Zürich zurückgekehrt, wurde er hier 182x3 Prediger und weiterhin Professor der hebräischen Sprache am –Obergy1unasium und Docent der Theologie am Carolinum. Bei der Stiftung der Züricher Universität im J. 1832 trat er zu dieser als außerordentlicher Professor der Theologie über. Die theologische Facultät zu Basel ertheilte ihm 18;–1s die theologische Doctorwürde. Er wurde auch in den Kantonsrath gewählt u–nd wirkte hier in gemäßigt fortschrittlichem Sinne. Das Hauptwerk dieses schon im 4–0. Lebensjahres abberufenen besonneuen und umsichtigen Excgeten ist der als Vestandtheil des „Kurzgefaßten exegetischen Handbuchs zum alten Testament" 18:39 erschienene „Hiob-Commentar“, dessen 2. Aufl. 1852 von Olshausen, Aufl. 1869 von A. Dillmann bearbeitet ist. Vorher erschienen zwei kleinere Schriften: „1)e 19ent:neuc11j E–ersj0njszsisjs– F11. 32 [498] es„e- qus.m 1’sO11jro y0(:8„ut„ inC1ole 1825; „1)e obs tl(18.ismi bib1i0i 01–igi11e et Auot0ritstO 1830. Außerdem Abhandlungen in Zeitschriften.
Vgl. Neuer Nekrolog, Jahrg. R11. II. 1275.