ADB:Kalckreuth, Friedrich Adolf Graf von

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Artikel „Kalckreuth, Friedrich Adolf Graf von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 15 (1882), ab Seite 34, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kalckreuth,_Friedrich_Adolf_Graf_von&oldid=826510 (Version vom 11. Dezember 2009, 00:05 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Kalkbrenner, Friedrich
Band 15 (1882), ab Seite 34. (Quelle)
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Friedrich Adolf von Kalckreuth in der Wikipedia
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Kalkreuth:[1] Friedrich Adolf Graf von K., aus einer alten, ursprünglich schlesischen Familie stammend, wurde am 21. Febr. 1737 zu Sotterhausen bei Sangerhausen geboren. Der Vater welcher Major im Regiment des Herzogs von Weißensels gewesen, hatte kurz vor seinem Tode bedeutende Güter in Schlesien geerbt, er starb schon 1740. Die Mutter, Sophie, war eine geborene von Bülow. K. wurde bei den Herrnhutern erzogen. Als er 10 Jahre alt war, berief ihn Friedrich der Große, der die Herrnhuter Erziehung nicht für zweckmäßig hielt, nach Berlin und übergab ihn einem Prediger der französischen Colonie. 1752 trat er in die Garde du Corps ein, bei welchem Regiment sein älterer Bruder diente, nahm bei denselben in den beiden ersten Jahren des siebenjährigen Krieges Theil, und wurde 1758 Adjutant des Prinzen Heinrich, dessen Gunst und Freundschaft der gewandte und schöne, ganz französisch gebildete junge Mann bald zu gewinnen wußte. In dieser Stellung blieb er während der folgenden Krieg–Jjahre, seine Thätigkeit war, wie bei den Adjutanten des Königs, die eines heutigen Generalstabs Ofsiziers. K. zeichnete sich dabei, wie durch seine Tapferkeit in Gefechten aus, und soll in der Schlacht bei Freiberg am 29. Sept. 1762 (in der er sehr leicht verwundet wurde.), dem Prinzen das Leben gerettet haben. waß Bülow, Bouills und des Feldmarschalls Memoiren nicht erwähnen. Nach der Schlacht wurde er zum Major ernannt. Prinz Heinrich schickte den Brief, in welchem er dcmKönig den Sieg bei Freiberg meldete, durch K., und sagt im Briefe nur: „111011 e1jt10 (l0 :t1t11z- c111iR’0us prsenter8P ma 1ctt1e, a et(S c1181gö (1’Ajc1Or L1 Oor1(1ujre 1’A.ttA(1uO par 1e 8pjtte1u–:11(1; 8i- S11 cette c011Sjc1tHre1tjo11- Rs0us v0u1jes zu-0j1– 1a bo11t(s E10 1’;N–:111c01–. „j’:1urajs (1e tressi1umb1es g1–ü(:SS 31 Rsous 1en(1re“. Da1nals war der Prinz sehr geneigt, er war immer gütig bis zur Schwäche gegen seine Umgebung, und hätte gewiß .8kalkreuth’s Verdienst nicht herabgesetzt, wenn es so groß gewesen, wie dieser selbst angiebt. Friedrich II. erwähnt in der llist0jrO (1e 1a gue1–re (1e Sept :1ns K. mit keinem Worte. Nach dem Hubertusburger Frieden folgte K. dem Prinzen nach Rheinsberg, wo er durch seine gesellschaftlichen Talente, seinen Witz und wol auch durch seine Frivolität sich auszeichnete. Die ihn betreffenden Artikel in Wagener’s wir in Brockhaus’ Conversationslexikon sind entschieden von einer Freundes- und Verwandtenhand geschrieben, ihnen muß sowohl im Einzelnen als in der Charakteristik des ganzen Maunes entgegengetreten werden. 1766 wurde er auf Antrag des Prinzen zum Regiment Platen in Ostpreußen versetzt. K. war die Veranlassung zur Trennung des Prinzen Heinrich von dessen schöner, liebenswürdiger und achtungswerther Grmahlin, gebornen Prinzessin vonHessen gewesen, welche der Prinz selbst gewählt hatte, da der König nur seine Vermählung überhaupt gewollt, und der Prinz hatte auch Jahre lang in glücklicher Ehe gelebt. 35 Jahre blieb der Prinz dann getrennt von seiner Gattin, in Berlin in demselben Palais: wohnend und hat nie wieder ein Wort mit ihr gewechselt. In seinen kzro1es sagt K. über sein Verhältniß zur Prinzessin: „l.S8 p1aisns qui out (:ru Lt 1x1 k-1b1e que j’zt:tis 1’s.mz11t. (1S 18 prin(:es„ que J8 1’:-usis prjs S1(9.0tement zu m0t; oe qui est:1jt bon pour ri1se.“ Bouills, der BiograPh des Prinzen, sagt über die Veranlassung der Trennung: „(Je prince- 8i c1jg11S (1’stre s time; ps.rce qu’j1 88.mjt 9.ime1–- ne t.:1r(1a ps 3x ckztre äupe (1e 8A 0011üzt1ce. [35] So11 premjsi– ku701–i- 1e oo1vte C1e4K ......... (Preuß der diese Verhältnisse bespricht, schreibt den Namen aus)- non content cke Obe1–ober Zt z1tsrer18 S10jrs mj1i– ts.ire c1u prince llenrj- en SO 1’sttribu-mt. qu0ique S8. oo11(1ujte T1 18. guerre n’ait rjsi1 eu- ni z1o1–8- 11i (1epuis cl’ses tH01atst1t pour „just–jiisr une t.ene pret(-11– tjon’ yjnt eucore met„tre- psr S88 j11trigues 1e t1–oub1e er-ms 1’j11ts1–jeur (1e S8- (:0ur; St en t1–ompsmt S1. 1a k0js 1e prju0e er 1st prjn0ese„ j1 kO1–1vz entreu1c 1e 11uu–ge qui troubr1 pour JAM:-1is 1eur union. 0esc1z11t au1 prsmjesis impres 8j011S- t“01–t.jüSes par (18S 81zp:1ren(:SS :1rtjs0iOusemsnt pr(Hps u–eses 1e prince k1(suri ö1ojg11us C18 1ui une (-Sp0us qui msritx1jt Hu m0ins Son in(1u1gen0(s er q11Oic1u’i1 Se Vit kor0s c1e (1(smsouer t18.118 Son o0eur (1es S0uptzons qui 0nt (sts c161nentjs par route 1a Suite (je 1a c011(1uite tie 1a p1–i11008SS- Tt qui (1epujs j1 ne rekus p-1S So11 estin1e„ cette 86pzratio11 kur ester11en0- pm- U11 etket (1e cette opini- ât1set(s (1uj 1uj 6wsjt (:omi11une Nee tous 1es prillces (10 S3. mais011.“ K. wurde nach K–önigzberg versetzt und ihm verboten nach Berlin zu kommen. Nach dem Tode Friedrich des Großen erhob ihn der Nachfolger am 15. Oct. 1786 in den Grafenstand, zog ihn in seine Nähe und zeichnete ihn, wol zum Theil aus Opposition gegen den großen König, vielfach aus. Kalkreuth’s Leistungen im baierischen Erbfolgekriege werden nirgends erwähnt. In dem Feldznge gegen Holland 1787 führte er als Generalmajor eine selbständige Abtheilung, eroberte die kleine Festung Nit–uversluys, die schwach vertheidigt wurde, mit allerdjngs geringer Truppenzahl. Seine Frische, Thätigkeit und Kühnheit in diesem Feldz11ge wird allgemein gerühmt. Am Ende der“Campagne wurde er Generallieutenant. Turchaus französisch gesinnt, ein Kind der encyclopädischen Richtung des 18. Jahrhundrrts, tadelte er die Coalition mit Oesterreich, den Versuch einer mo11archischen Restauration in Frankreich und den Krieg von 1792–1795 aufs bitttrfte; in den Kriegtzjahren verfolgte er die Operationen der österreichischen wie der preußischen Feldherren mit oft witziger immer rein negativer Kritik. Beim Einmarsch in die Champagne (1792) führte er einen Theil der Hauptarmee, erreichte glücklich bei Stenay die Verbindung mit Clairfait, leitete die Waffenstillstands Verl)andlungen mit Kellermann bei Azenue und verschaffte dadurch der Arrieregarde und dem Train Gelegenheit zu einem unbelästigten Rückzug. In seinen S0uD–eni1S sagt K. nicht eben bescheiden: „’1’ous 1es pöcbes e1e ma sie. Sj1S (st.21jent g1–mi(1S. S011t c–k11(:(38 Par 1a b011e– 8(:tjo11 (jNoir 8auy(9 cle 1a (1estruOti0ntot:1P10. cette 1.2ene 81–m(se unjquem011t 1zen– renc11811ten1ent tie 111es 1mi–010S. .1stm:t.is 1’1–usjsi1S 1–:o11t ts111t. 8ousie1–ts 110us 11S 111Lll’(3!1j011S1)i18 Asse-ct1es S01t18ts 11r1js :.uee (10S 111our.:1ms.*“ Dies bezieht sich wahrscheinlich auf die Verhandlungen über die Räumung von Verduu seitens der Preußen. Die „Gc-schichte der Kriege in Europa seit 1792“ sagt darüber: „Es gelang der Gewandtheit des Grafen K. die an sich nothwendige Räumung von Verdun so geltend zu machen, daß Dillon sich dagegen verpflichtete, die Preußische Armee auf dem Marsche nach L–ongwy nicht zu beunruhigen." Im März 1793 übertrug ihm der König die Belagerung von Mainz, daß am 2.2. Juli capitulirte. K. erhielt den schwarzen Adlerorden und daß Commando „ cmes Corps in der Pfalz. In den Gefvchten bei Neukirch am 1J. August, bei Pohrhach am 17. August und vereinigt mit Knobelsdorf, bei Hornbach war er siegrerch und warf am 29. Septbr. die Franzosen über die Saar. Die Erstürmung der Lauterlinie mißglückte, da Wurmser, auf dessen Mitwirkung gerechnet War- AUZblieb; der Versuch Kalkreuth’s Bitsch zu nehmen, mußte aufgegeben wtzrdgne ebenso dieselagerung von Landau. 1794 soll K. zu Möllendorf’s Sieg be.! Ka-sferslautern beigetragen haben, siegte 0m n!tt

KtrrwetFer, nahm Zweibrücken und drang bis SaarlOuis. Den Vorwurf der Oesterreicher, den Verlust von Trier dadurch verursacht zu haben, daß er sie [36] nicht rechtzeitig unterstützt habe, wies er öffentlich zurück, die österreichische Besatzung hatte Trier voreilig verlassen. Mit Hohenlohe siegte er am 20. Septbr. bei Kaiserslautern. Der Abschluß des Friedens zu Basel entsprach seiner politischen Gesinnung durchaus, er war allerdings, wie spätere Forschungen nachgewiesen, bei der damaligen Politik Oesterreichs für Preußen eine Nothwendigkeit. K. wurde 1795 commandirender General in Pommern, 1796 General der Cavallerie, später Inspecteur derselben und 1806 im Frühjahr Gouverneur von Danzig und Thorn. Im Sommer 1806 erhielt K. den Oberbefehl über daß, für den Fall eines Krieges mit Schweden (der erklärt aber nicht ausgeführt wurde) in Vorpommern und der Uckermark zusammengezogene Corps. Bei Auß- bruch des Krieges gegen Frankreich 1806 erhielt er kein selbständiges Commando, nur die 2. Reservedivision der Hauptarmee, und fand sich gegen die jüngereu Generale Hohenlohe und Rüchel zurückgesetzt. Höpfner in seiner Geschichte des unglücklichen Feldzugs sagt: „Bei dem Charakter des Grafen K. wurde dadurch ein tiefer Ingrimm in ihm hervorgerusen, der erst gestillt wurde, als alle die, welche wissentlich oder unwissentlich zu dieser Verletzung beigetragen, einem schweren Geschick erlegen waren. Nur so erklärt sich einigermaßen das Verhalten des Generals im nachfolgenden Kriege, wenn gleich damit keine Rechtfertigung aus gesprochen sein soll." K. kritisirte alle getroffenen Maßregeln mit Schärfe und Gereiztheit, verbreitete das Gerücht der Unsicherheit und des Mißtrauens schon vor der Niederlage in der Armee. Obwol der Herzog von Braunschweig und Möllendors schwer verwundet waren, obwol ihm der König, bei der ungünstigen Wendung der Schlacht den Befehl zuschickte, „die Armee zurückzuführen“, betrachtete er sich nur als Führer der Reservedivisionen und soll schadenfroh der wachsenden Verwirrung zugesehen haben. Claufewitz sagt in seinem Manuscript von 1806: „Die preußische Reserve unter K. war nur 1 .–“’ ; Meile vom Schlachtfelde. Die Lage Davouft’s war also höchst gefährlich, bis jetzt hatten drei preußische Divisionen gegen 2 französische gefochten, von beiden Seiten je 27000 Mann, und die Franzosen hatten nach und nach ein Uebergewichtgewonnen. Hätte um diese Zeit – etwa 10 Uhr Morgens, K. Befehl bekommen, sich auf den rechten Flügel zu werfen, so hätte es mit einem Wunder zugehen müssen, wenn Davoust nicht aufgerollt und um den größten Theil seines Corps gekommen wäre, ehe er die Brücke bei Kösen erreichen konnte. Aber kam Bernadotte nicht im Rücken der Preußen an, so kam auch K. nicht im Rücken der Franzosen an. Er marschirte von seinem Bivouae bei Ranstädt so spät ab, daß als er beiAuerstädt ankam, die 3 preußischen Divifionen schon in so aufgelöstem Zustande waren, daß der König nicht mehr glaubte, mit der Reserve die Schlacht herstellen zu können." K. blieb also im Bivouae stehen, während 11g Meile von ihm 2 preußische Divisionen von feindlichen zurückgedrängt wurden, und traf als er Befehl erhalten, zu spät ein. Statt selbständig einzugreifen, zog er mit seinen Truppen in guter Ordnung vom Schlachtfelde ab, hatte aber bald darauf –, als Soult’s Cavallerie unter Klein sich zeigte, und er die Nachricht von der Capitulation von Erfurt erhielt, bei der Ermüdung seiner Truppen geglaubt, ebenfalls capituliren zu müssen. obgleich seine Cavallerie der Kleinö überlegen war. Nur der lebhafte Widerspruch Blüchers und des Prinzen August vermochte ihn, seinen Rückzug fortzusetzen, er ging über Nordhausen durch den Harz nach Magdeburg. Um einen Conflict mit Hohenlohe zu vermeiden, dem daß Commando aller bei Magdeburg zu sammelnden Truppen übergeben war, schickte ihn der König Ende October nach der Provinz Preußen, wo er den Befehl über ein dort stehendes Corps von 20 000 Mann übernahm. Später errichtete er ein kleines Freicorps. Als die Franzosen sich Danzig näherten, ging er dorthin, um als Gouverneur die Vertheidigung vorzubereiten und zu leiten. Den Geist der [37] Truppen, wie den der Bürgerschaft, bei welcher er beliebt war, wußte er zu beleben, betrieb die Instandsetzung und Atmirung der Werke energisch und sachgemäß und vertheidigte Danzig gegen große Ueberlegenheit mit unzureichenden Kräften 76 Tage lang, darunter 55 Tage gegen offene Laufgräben. Der Capitulation am 26. Mai wurden dieselben Bedingungen zu Gtunde gelegt, die er früher der Festung Mainz bewilligt hatte; die Franzosen hatten daß höchste Interesse bald in den Besitz der Festung Danzig zu kommen und über die Belagerungsarmee anderweitig disponiren zu können. K. capitulirte, weil es ihm an Pulver zu fehlen drohte, und die kleine Garnison der großen Festung der Erichöpsung nahe war. Wenn er auch Danzig vielleicht noch 5–6 Tage hätte halten können, so war doch die Vertheidigung eine ruhmvolle, der König ernannte ihn zum Generalfeldmarschall, Kaiser Alexander verlieh ihm den Andreasorden. Nach der Schlacht bei Friedland wurde K. beauftragt den Waffenstillstand (25. Juni) abzuschließen, er unterschrieb den ihm von Berthier vorgelegten Tractat trotz seiner harten Bedingungen, obwol die Lage der Armee noch keineswegs so ungünstig war. Bei den Verhandlungen über den Frieden zu Tilsit ließ er sich von Berthier dupiren, den ihm beigegebenen Grafen Goltz wußte er in den Hintergrund zu drängen, dem Könige empfahl er „Vertrauen, nur Vertrauen gegen Napoleon, damit werde man am weitesten kommen." Berthier hatte ihm geschrieben: „-S8. I1sestc4 8’st (1’zb0r(1 rekus(s L1- 8„110une mO(likses.tiou (Ider Friedens bedingungen), m:1is en Se rsppe1t111t– que Je tre1jtsjs Nee R’otre k1J(esi1ence„ ene me1. c1jt quene you1sit luj ci01mer töm0jgnsge (1e Son estjme p:-1rt.j(:u1jsi– et. ä0 Son baute (:0nsi(1Sr8ti0n. . . . – Da war der eitle Mann verloren und willigte in Alles ein. Die von ihm am 12. Juli abgeschlossene Convention über die Ausführung des Friedens.s ist noch ungünstiger als der Friede selbst, sie hob einzelne Bestimmungen desselben geradezu auf, und Hardenberg sagt in seinen von Ranke herausgegebenen Denkwürdigkeiten: „Durch sie wurde all’ das Unglück begründet, daß nach dem Frieden Preußen so lange bedrückte, wodurch Napoleon seinen Zweck erreichte, den Staat noch lange mit seinem Heere besetzt zu halten, seine Pläne in Spanien auszuführen, seine Truppen auf fremde Kosten zu unterhalten, und ungeheure Geldsummen mitten im Frieden zu erpressen.“ Hardenberg theilt einen für die gereizte Stimmung jener Tage charakteristischen Brief eines hochstehenden Manues mit, der ihm schreibt: „l.In’s St–ce–qus 1a perte cke mnt (1e p1–oyi11Oes eu (zomisrsjson (1es maus ino:11(:ur1b1es (1us w. k-1j18 p(se1– Sur 11ous 1A 0o11yen– tjo11 8jg116e (19pujs pm“ 1e 0o111te tie l5811;reutll. 1l 1r)s :1 pus (1e n1j1jen- 0’st 1eJctrsme t“01je ou une So(61Sr:1tes jnsjgne qui si guj(16 1e mm–(-9c11211„ er jl ne pear Noir 1e O11oiJe que (1S5 petjtes 1118jso11S ou (1u gibst.“ Wenn auch dies 11rtheil zu hart ist, so trifft der die Convention ohne Goltz abschloß, die Schuld des Leichtsinnes und der Eitelkeit. Die Artikel der Convention sind höchst unbestimmt, ließen der Willkür freiesten Spielraum und erwähnten nicht einmal den so wichtigen Gegenstand der Contributionen. K. wurde nach dem Frieden zum Gouverneur von Königsberg ernannt, erhielt 1809 das Gouvernement in Berlin, wurde 1810 zur Vermählung Napoleons, als ihm persons gr:-tra nach Paris gesandt und dort mit Auszeichnung behandelt. Er gehörte bis zu detsi Freiheitskriege zu der Partei, die eine Wiedergeburt des Staates und eine Belrc1ung von Napoleons Druck für unmöglich hielt, ein latenter Gegner von Stein, Hardenberg, Gneisenau ist er immer geblieben, er sagte im Frühjahr 1813 von sich: „2Ie 11`estajs p:-ts (1u ps.rtj k1un(;ais; „js ue Suis :unjOur(1’bui pH-S (1u pA1–tj ruse; Je 811is (ll1 psuyrO p-1rti prusien- St J’ai ms.1116u1–C3usemsut pen cke (sz1lögues.“ 1812 wurde er Gouverneur von Breslau, leitete hochbejahrt 1813 die Neuorganisation in Schlesien und kehrte nach dern Pariser Frieden als Gouverneur nach Berlin zurück, wo er am 10. Juni 1818 nach 67jähriger Dienstzeit [38] starb. Von den hinterlassenen Memoiren des Verfassers hat der Sohn, –Graf Friedrich von K., einen Theil in Bran’s Minerva, Jahrgang 1839. 40 unter dem Titel „Erinnerungen des General-Feldmarschalls von Kalkreuth aus dem französischen Manuscripte seiner 1)jcteses veröffentlicht, die aber hier nur bis zur Schlacht bei Hochkirch reichen. Die bedeutende Wirksamkeit des Feldmarschalls in den Rheinfeldzügen, 1806 und 1807 berühren diese Veröffentlichungen nicht. Der Herausgeber hat einigeAufsätze „.Zur geschichtlichen Critik“ vorausgeschickt, die eine Vertheidigung seines Vaters gegen die Darstellung in Gens „Beitrag zur geheimen Geschichte des Jahres 1806“ und die „Denkwürdigkeiten des Grafen Haugwitz“ betreffen. In den 1)iOteses spricht sich der Witz, die geistige Schärfe des Feldmarschalls au, aber auch tiefe Verbittcrung und Ungerechtigkeit gegen Friedrich den Großen. Als historische Quelle, namentlich zur Beurtlleilung des großen Königs und seiner Feldherrn sind diese 1)iet(is nur mit Vorsicht zu Verwenden, im Wesentlichen sind es äes czuse1–jes c1’un yiej1– 1zr(1 voll piquanter meist aus anderen Quellen bekannter Anecdoten, oft brechen die Gerei.ztheit und da verletzte Selbstgefühl des Manms durch, der lebenslang und nach seinem Tode überschätzt worden ist. Seine Benrtheilung des Königs, besonders des ihm verhaßten Wintetfeld, Moritz von Dessau wie der Veranlassung des siebenjährigen Krieges gleicht der von Gaudy, Retzow, Behrenhorst, Henckel und Schmettau – alle dem Kreise des Prinzen Heinrich, dessen Adjutanten sie meist gewesen, angehörig – erst seit den letzten Jahrzehnten beginnt – namentlich seit Carlyle – eine unbefangene, parteilose Beurtheilung nicht nur des großen Fürsten und Feldherrn, auch des Menschen sich Bahn 3u brechen. Ueber Prinz Heinrich selbst urtheilt K. freilich ungünstiger als die andern Schriftsteller aus dessen Kreise, weil er ihm Schuld an seiner angeblichen Zurücksetzung seit seiner Entfernung von Rheinsberg C1766) bis zum Regierungssantritt Friedrich Wilhelms 11. giebt. In einem Briefe an H. von Bülow, 1806 (der freilich nicht abgefandt worden4), schreibt er sich den Sieg bei Freiberg zu, theilt einen Brief des Prinzen Heinrich (wohl apokryvh) an Friedrich II. mit, in dem es heißt: „.Je (10is 1esu0cös (1e cette Jou1–n(se au (:8pjmjne c1e l5:11151sutkr. und wendet auf sich daß Wort an: ..1–’1us k21tjguck qu’msj(1z (1’11o11118urs–*- was bei dem ehrgeizigen Charakter des Mannes fast komisch wirkt. Der Sohn dt-S Grafen theilt in Bran’s Minerva folgende charakteristische Stelle eines Briefes desselben mit. „Bci der Abgeschmacktheit der Welt die nur Flittergold schätzt, war Os von jeher mein Vorsatz nach meinem Tode vergessen zu sein. Vielleicht ist es Stolz, nicht im Gedächtniß so albetner Menschen leben zu wollen. Die künftigen Geschichtschreiber werden Lüge und läppisches Zeug schreiben, wie meist alle bisherigen gethan, und die Nachwelt, wenn sie im Sinken fortfährt, verdient nichts Besseres. Was die dumme Nachwelt von mir denken wird, ist mir so lang als breit. Ich belächle das Urtheil der Zeitgenossen, und sollte mich um die Zukunft kümmern!“ Die „.k’211–O1(-S“ von K. sind gedruckt, aber nicht im Buchhandel erschienen. K. war in erster Ehe mit Charlotte Freiin von Motrien, aus einer jetzt ausgestorbenen westphälischen Familie vermählt, sie war Hofdame der Prinzessin Heinrich von Preußen gewesen; die zweite Gemahlin war Charlotte Henriette Freiin von Rohd, Tochter des Ministers und Oberburggrafen von Ostpreußen, von Rohd, der in der Provinz reich begütert war. Von der männlichen Descendenz aus der ersten Ehe des Feldmarschalls lebt nur der frühere Diretor der Malerakademie in Weimar, Graf Stanislaus.

v. Meerheimb.

[Bearbeiten] [Zusätze und Berichtigungen]

  1. Kalkreuth, Friedrich Adolf Graf v. XV 34, Z. 8 v. o. Die Familie schreibt sich Kalckreuth. [Bd. 56, S. 397]
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