ADB:Weißbrod, Johann Baptist von

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Artikel „Weißbrod, Johann Baptist von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 41 (1896), ab Seite 586, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Wei%C3%9Fbrod,_Johann_Baptist_von&oldid=914206 (Version vom 24. Dezember 2009, 09:23 Uhr UTC)
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Band 41 (1896), ab Seite 586. (Quelle)
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Weißlltod: Johann Baptist v. W., Arzt und Professor der Geburtshülfe, wurde als Sohn eines Chirurgen am 14. November 1778 zu Burghausen geboren. Nachdem er seit 1797 in Ingolstadt, Jena und Wien sich dem Studium der Heilkunde gewidmet und in Landshut 1801 die Doctorwürde erlangt hatte, prakticirte er in München (unter Leitung des Leibarztes Harz) und später in Mühldorf, wo er 1804 die Stellung als Landgerichtsarzt erhielt, in der er 20 Jahre thätig war, um dann 1821 einem Rufe als Professor der Geburtshülfe und gerichtlichen Medicin an der medicinisch-chirurgischen Schule nach München zu folgen. 1826 übernahm er den gleichen Lehrstuhl an der Universität, wurde zum kgl. Kreismedicinalrath und Mitglied des Medicinalcomitss, 1842 zum Obermedicinalrath ernannt. Im Alter von 80 Jahren trat er von allen seinen Aemtern zurück und starb am 14. Januar 1865. – W. war ein Anhänger der sogen. naturphilosophischen Richtung der Medicin und hat in diesem Sinne die meisten seiner Schriften abgefaßt. Wir citiren: „Falsches umschriebenes AneuryZma der Speichenschlagader durch Theden’s Einwickelung vollständig geheilt“ (Cajetan Textor’s Neuer Chiron11); „Ueber die zweckmäßigste Construction der Geburtszange“ (ebd.); „0bsery9.tj0 pat-11o1ogi(:8 reproc1uc-tionjs osjum“ (München 1831); „Theorie und Praxis der Geburtshülfe“ (ebd. 1858); „Leitfaden der geburtshülflichen Klinik“ (ebd.1855); „Denkschrift über die orientalische Pest“ (ebd. 1853).

Vgl. Viogr. Lex. 71, 227.

Pagel.
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