An Fanny
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An Fanny.
Mit müdem Schritte steigt vom fernen Hügel 5
Schwermütig hängt ihr schwarzer düstrer Schleyer Schon über mir, 10
Berg, Thal und FlurUnd grauenvolle Todtenstille füllet Nur weichgeschaffne sanftempörte Herzen, 15
Beseufzen jezt des jungen Lebens Schmerzen Am Mondenstral. 20
Die Seele aus.
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In dieser Nacht saß Stella (Thränen trübten Den schönen Blik) Nun weinet einsam in verschloßnen Mauern, 30
Am Lampenlicht,Das heil’ge Mädchen, dem vom stillen Trauern 35
Verzehret sich, schon sterben ihre Wangen Vom ewgen Schmerz. 40
Die Hirtinn pflükt.
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O Du, die stets geheimen ernsten Kummer, Im Busen nährt, 50
Uns unerkanntHat Dir mein Herz, hat mir Dein Herz geschworen 55
Und alle Seufzer dieses Herzens wallen Entgegen Dir. 60
Den Deinen zu.X.
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Anmerkungen (Wikisource)
- ↑ Die Autorschaft des Textes ist nicht zu hundert Prozent geklärt.
Walther Killy schreibt im Jahr 2001 ein Gedicht, welches mit der Chiffre X. unterzeichnet ist, in Band 6. der Deutschen Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart Jakob Friedrich Abel zu.
Eduard Bülow schließt Schiller als Autor für die Texte, welche die Chiffre X. tragen, aus. Sie seien ekelhaft und können deshalb von keinem Dichter stammen.
Auch Eduard Boas schließt Schiller aus, und schreibt die Chiffre dem Grafen von Zuccato zu.
Edmund Goetze vermutet unter der Chiffre Friedrich Schiller, wobei er allerdings bei zwei von diesen Texten (An mein Täubchen und Fluch eines Eifersüchtigen) auch Karl Friedrich Reinhard als Autor anbietet.
Minor schreibt die Chiffre ebenfalls Friedrich Schiller zu.
Genaueres in:- Edmund Goetze: Grundrisz zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen von Karl Goedeke. Zweite ganz neu bearbeitete Auflage. Fünfter Band - Vom siebenjährigen bis zum Weltkriege. Zweite Abteilung. Dresden: Verlag von L. Ehlermann, 1893, Seite 166f.
- Eduard Boas; Wendelin von Maltzahn (Hrsg.): Schiller’s Jugendjahre. – Zweiter Band. Hannover: Carl Rümpler, 1856. Seite 205 f.
- Friedrich Schiller; Eduard Bülow (Hrsg.): Anthologie auf das Jahr 1782 von Friedrich Schiller — Mit einer einleitenden Abhandlung über das Dämonische und einem Anhange neu herausgegeben von Eduard Bülow. Heidelberg: Verlag von Bangel & Schmitt; Hoffmeister’sche Univ.-Buchhandlung, 1850. Seite XL.
- Walther Killy (Hrsg.): Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart. - Band 6., München: DTV, 2001.
