An Friedrich Leopold Grafen zu Stollberg
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| Autor: |
Gottfried August Bürger |
| Titel: |
An Friedrich Leopold Grafen zu Stollberg |
| Untertitel: |
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| aus: |
Gedichte, S. 259–261 |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
1. Auflage |
| Entstehungsdatum: |
1776 |
| Erscheinungsdatum: |
1778 |
| Verlag: |
Johann Christian Dieterich |
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Göttingen |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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| In dieser Ausgabe der Gedichte folgt hierauf An Gottfried August Bürger von F. L. zu Stolberg, was wohl als Antwort verstanden werden soll. Beide Dichter waren Angehörige des Göttinger Hainbundes. |
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| [259]
An
Friedrich
Leopold Grafen zu Stollberg.
Im Oktober 1776.
Δαιμονιε!
Friz! Friz! Bei den Unsterblichen, die hold
Auch meinem Leben sind! – Sie zeugen mir! –
Sieh, Angesichts der Ritter unsres Volks
Und ihrer losen Knappen, schreitest du
5
Zu Truz, mit Wehr und Waffen, in mein Feld,
Und wirfst den Fehdehandschuh vor mich hin.
Ha! Schauerte nun auch die Menschlichkeit,
Wie Hektorn vor dem Ajax und Achil,
Vor dir mich an; hüb’ ich ihn doch empor.
10
Bei Gott! Bei Gott! Du Troziger, ich mus! –
So gelt’ es dann! Sieg gelt’ es, oder Tod! –
Denn wisse! Keinem Knaben sprichst du Hohn,
Der seine ersten Waffen schwankend prüft.
Straf sind die Sehnen meiner Jugendkraft;
15
Ich bin gewandt zu ringen; meinem Arm
Ist Phöbus güldnes Schwert ein Halmenspiel;
Den Silberbogen des Ferntreffenden
Weis ich zu spannen; treffe scharf das Ziel;
Mein Köcher rasselt güldner Pfeile vol - - -
20
Wer mag einher in meiner Rüstung gehn? –
Es gelte, Friz! Sieg gelt’ es, oder Tod! –
Du! Huldigt dir Gesang und Sprach’ allein?
Und waltet nicht des Mäoniden Geist
Auch über meinem Haupt? Ich rang mit ihm,
25
Wie Herkuls Kraft mit Anteus Zauber rang.
Bezwang ich ihn nicht oben in der Luft? –
Ich komm’, ich komme dir! Denn ehren mag
Ein solcher Widersacher das Gefecht.
Wie wird des Sieges Blume meinen Kranz
30
Verherlichen! – Und gäbe mich der Rath
Der Himmelsherscher dir auch unterthan;
So könt’ ich doch von keiner edlern Hand,
Als deiner, sterben, edler starker Held!
Auf! Rüste dich! Sieg gilt es, oder Tod!
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