Das Grab.
Lüfte wehen, Wolken fliehen
An dem Himmel über mir ,
Grauenvolle Nebel ziehen
Schauerlich im Thale hier,
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Leicht verhüllte Sterne blinken
Aus der dunkeln Höh herab,
Und verwelkte Blätter sinken
Von der Linde auf das Grab.
Hüllet meine müden Glieder
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In den weißen Schleier ein;
Senkt die eingewiegten nieder
Leis’ in diese Todtenreihn.
Meines Herzens banges Sehnen
Wiegt sich schon in Schlummer ein,
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Und die stillgeweinten Thränen
Werden bald getrocknet seyn.
Dann verlöschen meine Flammen
Ungestillter Sehnsucht Raub,
Sinken in sich selbst zusammen
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Wie mein Herz, zu Aschenstaub.
Blumen nur, und keine Vasen
Stehn auf dem bedeckten Sarg
Den ein friedlich grüner Rasen
Tief in seinem Schoos verbarg.
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Tropfen fallen, Flocken fliegen,
Schlossen stöbern kalt herab,
Sanftbewegte Winde wiegen
Sich auf dem bemoosten Grab.
Dünne Nebelwolken eilen
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Ueber mir am Himmel fort,
Freundlich will die Sonne weilen:
Fühl’ ich’s nicht an meinem Ort.
L. THILO.